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Schneider jubelt mit Tirol über Volleyballkrone

Hypo Tirol hat sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Meistertitel in der Austrian Volley League geholt. Im "VN"-Interview sprach der 23-jährige Philip Schneider über den "größten Erfolg seiner Karriere".

VN: Deine Gedanken nach dem Gewinn des Doubles?
Schneider: “Ich war etwas überrascht, aber nicht minder erfreut, über den klaren Ausgang. Nach dem Cupspieg sprach Wien von einem glücklichen Sieg in einer Partie. In der Finalserie haben wir die richtige Antwort darauf gegeben. Wir haben in vier Partien zwei Sätze verloren. Ich denke, das sagt auch für einen Volleyball-Laien genug über das Kräfteverhältnis.”

VN: Was war aus deiner Sicht das Erfolgsrezept?
Schneider: “Ganz klar unser Trainer Emanuele Zanini. Er hat uns perfekt auf den Gegner eingestellt. Wien konnte uns nicht überraschen. Wir kannten jeden Spielzug und hatten stets die richtige Antwort.”

VN: Wie fällt dein persönliches Resümee über die Saison aus?
Schneider: “Die Enttäuschung, in der vierten Finalpartie nicht zum Einsatz gekommen zu sein, hält sich in Grenzen. Julius Sabo und Daniel Gavan sind zwei Weltklassespieler auf der Position von mir. Ich habe u. a. in der Champions League zwei Partien durchgespielt und auch in der AVL das Vertrauen des Trainers erfüllt.”

VN: Coach Zanini möchte deine Position verändern?
Schneider: “Als Mittelblocker habe ich weniger Möglichkeiten. Der Coach plant, mich auf die Position vier, die ich auch im Nationalteam spiele, zu nehmen. Er hat gemeint, dass ich in der Annahme bzw. als Außenangreifer mein Potenzial besser zeigen könne.”

VN: Bleibst du beim VT Tirol, und was sind die nächsten Aktivitäten?
Schneider: “Wir haben jetzt zwei Wochen Pause, ehe mit dem Nationalteam die EM- und WM-Qualifikation anstehen. Bis dahin hoffe ich, dass auch die Gespräche bezüglich Vertragsverlängerung abgeschlossen sind. Sollte Coach Zanini weiter in Tirol bleiben, wäre dies sicher ein Pluspunkt. Unter ihm habe ich heuer sehr viel dazugelernt. Ich habe aber noch Steigerungspotenzial und hoffe, mich unter Zanini noch weiter verbessern zu können.”

Zur Person: Philip Schneider

Vorarlbergs einziger Volleyball-Profi begann erst als 16-Jähriger mit dem Sport; in den zwei Saisonen beim VT Tirol holte der Röthner drei Titel, darunter 2004/05 das Double (Meister und Cupsieger)
Geboren: 23. Dezember 1981
Beruf: gelernter Bankkaufmann, derzeit Volleyballprofi
Wohnorte: Innsbruck bzw. Röthis

Bisherige Vereine:Sparkasse SSK Feldkirch ((Saisonen 2000/01 und 2001/02), Salzburg (Saison 2002/03), Hypo VT Tirol (Saisonen 2003/04 und 2004/05)
Größte Erfolge:Österreichischer Meister und Cupssieger 2004/05; Cupsieger und Vizemeister 2003/04; 3. Platz Top-Team-Cup 2003/04; Kapitän (55 Länderspiele) im ÖVV-Herren-Nationalteam
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