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Schneechaos in Europa

Starke Schneefälle haben in der Nacht zum Samstag tausende Autofahrer in Nordrhein-Westfalen, Frankreich und Spanien in Bedrängnis gebracht.

Mindestens 1.500 Menschen verbrachten wegen des Schneechaos im Westen Deutschlands die Nacht im Auto, insgesamt stauten sich hier die Fahrzeuge auf einer Gesamtlänge von 230 Kilometern. Allein auf der A2 zwischen Hamm und Beckum standen Lastwagen und Autos auf 20 Kilometer Länge.

In Frankreich flüchteten rund 300 Autofahrer in Hotels, weil nördlich von Montpellier mehrere Lastwagen bei Eisglätte ins Schleudern geraten waren und die Fahrbahn blockierten. Andere Autobahnen wurden ganz gesperrt.

Im Norden Spaniens blieben rund 3.000 Menschen inmitten eines Schneesturms stecken und konnten ihre Wagen erst nach Stunden verlassen. Die Bewohner wurden dazu aufgerufen, ihre Autos nicht zu benutzen. Rund 100 Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, der Bahnverkehr brach vielerorts zusammen. Auf den Urlauberinseln Mallorca und Menorca war es sehr stürmisch und kalt: Mancherorts lagen die Temperaturen unter Null Grad.

Verkehrsbehinderungen nach starken Schneefällen wurden auch aus Nord- und Mittelitalien gemeldet. Zahlreiche Passstraßen waren nicht zu befahren. Autofahrer sollten zudem die Autobahn zwischen Florenz und Bologna meiden. Ungewöhnlich ergiebiger Schneefall wurde aus der Toskana gemeldet.

Auch am Sonntag herrschen in Teilen Deutschlands weiter winterliche Verhältnisse. Schnee fällt noch im Süden des Landes, im Schwarzwald, in Ostbayern und im Erzgebirge, wie der Wetterdienst Meteomedia voraussagte. Bis zur Wochenmitte vertreibt mildere Meeresluft das Kältetief „Anjella”.

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