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Schnee von gestern

„Wien ist anders“ musste schlussendlich auch Walter Schachner relativ schnell erkennen. Ganz besonders Wien-Favoriten.

Auch die klare Tabellenführung in der T-Mobile-Bundesliga und der souveräne Aufstieg in die zweite zweite UEFA-Cup-Runde reichten für „Schoko“ nicht, um im Trainersessel der Wiener Austria zu bleiben. Nur vier Monate und zwei Tage dauerte die eigentlich erfolgreiche Ära des 45-Jährigen, die am Freitag so überraschend zu Ende gegangen ist. Schwer enttäuscht und betroffen wollte Schachner zunächst nichts über seine vorzeitige Beurlaubung sagen und sich vorerst einmal eine Auszeit nehmen.

Finanziell geht es für Schachner weiter wie vorher, frei nach dem Motto „gut bezahlter Urlaub“ kassiert der frühere Teamstürmer die vollen Austria-Bezüge. Eine Begebenheit, die es im letzten Jahrzehnt bei den Violetten schon des Öfteren gegeben hat. Sportdirektor Peter Svetits und Vereinsboss Frank Stronach werden Schachner bei einem möglichen Vereinswechsel – der GAK soll Interesse bekundet haben – keinerlei Steine in den Weg legen. „Ich will ihm behilflich sein, das bin ich ihm einfach schuldig“, meinte Stronach, nachdem sein einstiger Topkandidat Schachner das Angebot, mit Neo-Trainer Christoph Daum zusammenzuarbeiten, abgelehnt hatte.

Auch die Mannschaft traf die Nachricht wie aus heiterem Himmel. „Wir haben davon über die Medien erfahren“, berichtete Kapitän Michael Wagner, der sich nicht näher zu den Vorkommnissen äußern wollte. Ähnlich kurios und dubios wie im Fall Schachner war es vor zehn Jahren bei der ersten Trennung von Herbert Prohaska verlaufen. Damals, 1992, wurde „Schneckerl“ mit den Wienern Meister und Cupsieger, ehe es Anfang Juni zur Trennung kam.

Nur ein Jahr nach dem Prohaska-Abgang musste mit Hermann Stessl 1993 auch der bisher letzte Austria-Meistermacher Platz machen, es folgte Josef Hickersberger, der Cupsieger und Vizemeister wurde und (natürlich) ebenfalls abgelöst wurde. Seitdem hat die Austria keinen Titel mehr geholt und stand nie so gut da wie nun unter Schachner. „Man hat ihm die Möglichkeit genommen, Meister zu werden, im UEFA-Cup weiter zu kommen und in der Champions-League zu spielen“, bedauerte Schachners Frau Conny, die stellvertretend für ihren Gatten sprach.

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