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Schönborn: Kirche als "Garten Gottes"

Die Auferstehung, der Kern des Osterfestes, bedeute auch, dass die "Wüsten des Menschen" in den "Garten Gottes" verwandelt werden - dies betonte Kardinal Christoph Schönborn beim Osterhochamt im Wiener Stephansdom.

Der Wiener Erzbischof erinnerte daran, dass die Kirche dieser „Garten Gottes“ sei, weil sie Zeugin der Auferstehung Jesu ist.

Der Kardinal verwies darauf, dass drei Gärten die „Eckpunkte“ der Heilsgeschichte sind, des „großen Dramas der menschlichen Geschichte von Unheil und Erlösung“. Der Beginn sei der „Garten Eden“, der dem Menschen anvertraut war, um ihn zu bebauen und zu hüten; zugleich sei dieser Garten ein „Ort der Begegnung“ zwischen Gott und Geschöpf gewesen.

Durch das „Drama des Sündenfalls“ sei dieses Vertrauen zerbrochen; in der Folge sei aus dem Garten ein „Tal der Tränen“ geworden. Der zweite Garten sei der „Garten Getsemani“ am Fuß des Jerusalemer Ölbergs. In diesem Garten habe Jesus die „tiefste Todesangst“ durchlebt, das Drama der Abwendung des Menschen von Gott; er habe das „Drama der menschlichen Armseligkeit“ durchlitten.

In diesem Garten ereigne sich auch der Verrat des Judas, erinnerte der Wiener Erzbischof. Das Motiv des Judas sei schwer durchschaubar, möglicherweise habe er sich einen „politischen“ Messias erwartet, „so wie heute sich manche eine Kirche erhoffen, die ’erfolgreich’ ist“.

Aber Gott allein sei der Richter, die Barmherzigkeit Gottes sei das „große Geheimnis dieses Tages“. Im dritten Garten in Jerusalem werde deutlich, dass das Grab Jesu leer ist, betonte der Wiener Erzbischof. Maria Magdalena werde die „erste Zeugin der Auferstehung“. Zu Ostern seien alle Christen eingeladen, wie Maria Magdalena den auferstandenen Christus zu suchen und zu finden. Er allein könne die „Wüsten“ in den „Garten Gottes“ verwandeln.

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