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Schmiergelder in Schwellenländern weit verbreitet

Für aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China, Indien und Russland sind bei Auslandsgeschäften Schmiergeldzahlungen offenbar an der Tagesordnung. Das ergab eine Untersuchung, die die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International (TI) vorgestellt hat.

Von den 22 untersuchten Ländern landete Russland auf dem letzten Platz mit einem Wert von 5,9 auf dem sogenannten Bestechungszahlerindex (BPI) 2008. Der höchste Wert auf dieser Skala von null bis zehn bedeutet, dass von den befragten Firmen praktisch keine bereit wäre, im Ausland ranghohe Amtsträger zu bestechen. Vor Russland auf den unteren Plätzen der Bewertung rangieren China (6,5), Mexiko (6,6) und Indien (6,8).

Am geringsten ist Transparency zufolge die Bereitschaft zu Schmiergeldzahlungen in Belgien und Kanada mit einem BPI-Wert von jeweils 8,8. Deutschland, Großbritannien und Japan liegen zusammen auf Rang fünf mit je 8,6 Punkten. Österreich kommt in der Studie nicht vor, da nur die wichtigsten Exportländer der Welt in die Untersuchung einbezogen wurden.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine ganze Reihe von Firmen aus großen Exportnationen noch immer Schmiergelder nutzten, um im Ausland Aufträge zu ergattern, sagte die TI-Vorsitzende Huguette Labelle. Vor allem die Bau-, die Immobilien- und die Ölbranche seien anfällig für Bestechung von Amtsträgern. Am wenigsten betroffen sind der Studie zufolge die Informationstechnologie- und die Fischereibranche sowie der Banken- und Finanzsektor. Der Untersuchung liegt eine Befragung von mehr als 2.700 Managern in 26 Ländern zugrunde.

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