Schlierenzauer in Zakopane Ammann-Jäger

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Gregor Schlierenzauer setzt am Freitag und Samstag in Zakopane die Jagd nach Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann fort.

Derzeit fehlen dem Tiroler nach seinem Doppelsieg beim Skifliegen am Kulm 77 Punkte auf den Schweizer. Auch der Weltcup-Dritte Wolfgang Loitzl meldete sich rechtzeitig für die Springen in Polen fit. Gemeinsam hat das Trio 12 von 13 Saisonbewerben gewonnen – Ammann fünf, Schlierenzauer vier und Loitzl drei.

Schlierenzauer, der im Vorjahr das erste Zakopane-Springen gewonnen hatte, hält mit seinen Plänen nicht hinter dem Berg. “Ich will im Weltcup näher an Simon heran, das ist ganz klar das Ziel”, erklärte der 19-jährige Skiflug-Weltmeister. Sein Rivale spürt den Druck. “Es ist wichtig, dass ich mich nicht verrückt machen lasse. Die nächsten Bewerbe will ich auf ähnlichem Niveau, vielleicht sogar etwas besser, absolvieren”, betonte Ammann nach den Rängen zwei und drei am Wochenende in Bad Mitterndorf.

Vierschanzentournee-Sieger Loitzl war bei seinem Heim-Weltcup am Kulm von einem Magen-Darm-Virus zurückgeworfen worden, belegte nur die Plätze acht und zehn. Für Zakopane meldete sich der Steirer aber rechzeitig fit. “Ich bin wirklich erleichtert, dass es mich nicht so schlimm erwischt hat, wie wir befürchten mussten”, erklärte Loitzl, der seinen 29. Geburtstag am Dienstag noch leicht geschwächt mit seiner Familie begangen hat.

Nun befindet sich der Sieger von drei der vier Tournee-Springen allerdings wieder in Vollbesitz seiner Kräfte. “Wenn ich nicht ganz fit wäre, dann würde ich auf die bevorstehenden Springen verzichten. Nun kann ich aber wieder voll angreifen”, versicherte Loitzl, dem im Gesamtweltcup 216 Punkte auf Spitzenreiter Ammann fehlen.

Nicht angreifen wird in Zakopane dagegen der Weltcup-Vierte Thomas Morgenstern, dessen erklärter Saisonhöhepunkt die WM in einem Monat in Liberec ist. Der Doppel-Olympiasieger lässt Zakopane, wo er im Vorjahr die Plätze zwei und drei belegt hatte, ebenso aus wie seine Teamkollegen Martin Koch und Andreas Kofler. Das Trio will seine Form im Training auf den jeweiligen Heimschanzen wiederfinden, legt daher eine kurzfristige Wettkampfpause ein.

Morgenstern gestand, dass ihm derzeit die spielerische Leichtigkeit fehle, die ihn im Vorjahr ausgezeichnet hatte. “Ich brauche noch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen, damit ich nicht nur Technik-orientiert durch die Gegend laufe”, erklärte der 22-Jährige. Das ÖSV-Aufgebot für Zakopane umfasst damit nur fünf Athleten – das bisher kleinste der laufenden Saison. Neben Schlierenzauer und Loitzl traten am Mittwochabend nur Markus Eggenhofer, Daniel Lackner und Manuel Fettner die Busreise nach Polen an.

Dort wird bei den Bewerben auf der Großschanze (Hillsize 134 m) erneut ein Volksfest erwartet, auch wenn die eigenen Athleten zuletzt hinterhergesegelt sind. Der viermalige Gesamtweltcup-Sieger Adam Malysz hatte das Skifliegen am Kulm ausgelassen, um sich in Finnland vorzubereiten. Der 31-Jährige kommt direkt von einem Training mit seinem Privatcoach Hannu Lepistö zum Heim-Weltcup.

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