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Schlierenzauer fehlt im ÖSV-Team für Bischofshofen

Es ist einfach nicht die Saison des Gregor Schlierenzauer
Es ist einfach nicht die Saison des Gregor Schlierenzauer
Gregor Schlierenzauer, zweifacher Sieger der Vierschanzentournee, wird beim Finale der 64. Auflage am Mittwoch in Bischofshofen nicht dabei sein. Der Tiroler wurde von ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin nicht nominiert, nachdem Schlierenzauer in Innsbruck und den Stationen zuvor enttäuscht hatte. "Ich habe in unserem Gespräch gemerkt, dass es für ihn eine Qual ist", begründete Kuttin seine Entscheidung.
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Kuttin hatte gleichsam Einsehen mit Schlierenzauer. Der Kärntner “ersparte” dem Rekord-Gewinner im Weltcup eine weitere Enttäuschung und nahm ihn aus dem Rennen. Schlierenzauer hatte am Sonntag auf seiner Heimschanze in Innsbruck eine weitere Enttäuschung erlebt. Der fast 26-Jährige schaffte im Wettkampf die Wende zum Besseren nicht und verpasste einmal mehr das Finale. Nach für ihn bitterem Saisonverlauf hatte Schlierenzauer schon im Dezember eine Auszeit genommen und auf zwei Weltcup-Stationen verzichtet.

Diesmal wurde ihm die Pause vom Cheftrainer (und nach Rücksprache mit der Verbandsführung) verordnet. Wenn man sehe, wie akribisch Schlierenzauer arbeite, wie er den Anforderungen entsprechen wolle und wie er kämpfe, dann schmerze es zu sehen, “dass er es überhaupt nicht rüberbringt, wenn es Richtung Wettkampf geht”, erklärte Kuttin im Teamhotel in St. Johann/Alpendorf.

Die aktuelle Phase sei eine der schwierigsten in seiner Zeit als Trainer, gab Kuttin einen Tag vor seinem 45. Geburtstag zu. “Das tut weh, das zu sehen”, sagte Kuttin zur Situation Schlierenzauers. “Dem Trainerteam geht das schon an die Nieren.”

Man wolle Schlierenzauer in Bischofshofen nicht noch weiter quälen, er solle zwei Tage Pause machen. Nach der Tournee werde man über die Zukunft entscheiden. Hinsichtlich der nächsten Weltcup-Station in Willingen und vor allem der kommenden Skiflug-WM auf dem Kulm bedeute diese Entscheidung aber nichts, stellte Kuttin fest.

Anstelle des zweifachen Bischofshofen-Siegers (2007, 2013) erhält Thomas Diethart erstmals in dieser Saison eine Chance im Weltcup. Der Tournee-Gewinner von 2014 war wegen einer Formkrise infolge einer verschleppten Verletzung nicht für das nationale Kontingent (6 Springer) für die Heimbewerbe nominiert worden, nun sprachen ihm die Coaches der Trainingsgruppe 2 einen Startplatz zu. Der Niederösterreicher hatte mit dem Sieg in Bischofshofen vor zwei Jahren seinen sensationellen Tournee-Triumph perfekt gemacht.

Für Schlierenzauer selbst, der eigentlich in Bischofshofen antreten wollte, war es schließlich eine Erleichterung. “Sie nehmen mir damit eine Last von den Schultern, die zuletzt immer größer geworden ist. Ich wollte die Tournee unbedingt durchspringen, aber es passt so ganz und gar nichts zusammen und mir fallen auch keine Antworten mehr ein”, schrieb der Stubaier im Blog auf seiner Website.

Vieles habe er sich von dem Antreten auf seinen zwei Lieblingsschanzen in Garmisch und Innsbruck erhofft. “Ich hätte mir einen Schritt in die richtige Richtung gewünscht, leider war das Gegenteil der Fall”, erklärte Schlierenzauer. Nach dem schlechten Sprung auf dem Bergisel sei es schwer gewesen, die Enttäuschung in Worte zu fassen.

Stefan Kraft fühlte mit dem Kollegen mit. “Für Gregor ist es ganz, ganz schwer. Ich verstehe, dass er Ruhe braucht und sich sammelt. Aber er wäre ein sehr wichtiger Mann für uns.”

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