Schüler nehmen virtuelle Frösche auseinander

Schon mancher Frosch und viele Ratten haben für den Biologie-Unterricht ihr Leben gelassen. Tierschützer in den USA fördern daher eine Software für die Simulation von Tiersektionen.

Marylin Grindley von der Society for the Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) in Ohio kritisiert, dass das Aufschneiden von Tieren die natürliche Sensibilität von Kindern abstumpfen lasse. “Ihnen wird vermittelt, dass wir keinen Respekt vor Tieren haben”, sagt Grindley. In 14 US-Staaten gibt es auch schon Richtlinien, die es Schülern erlauben, eine Teilnahme an einer Sektion zu verweigern, ohne dass dies Auswirkungen auf ihre Biologienoten haben darf. Die SPCA setzt sich dafür ein, Alternativen zu Tierversuchen zu fördern. Sie spendet deswegen Sektions-Software wie “Virtual Frog” an Schulen.

An der Wheeling Park High School in West Virginia können die Schüler die Organe von Fröschen jetzt auf dem Bildschirm studieren. Sie setzen mit einem virtuellen Skalpell Schnitte und vernähen Wunden. Mit Hilfe von Animationen werden Körperfunktionen simuliert.

An den Universitäten wird die Sektion von Tieren schon seit einiger Zeit von Software abgelöst. So war es 1982 noch an 107 von 124 Hochschulen üblich, Medizinstudenten Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Chirurgie mit Hilfe von Tierversuchen zu vermitteln. Heute geschieht dies nur noch an acht von 154 Hochschulen.

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