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Schlechte Aussicht für Afrika

Die Zahl der an Aids und Tuberkulose erkrankten Menschen in Afrika wird nach Überzeugung der Organisation Ärzte ohne Grenzen weiterhin stark zunehmen.

Das Ziel der G8-Staaten, die Ausbreitung der Epidemien bis 2015 zu stoppen, werde verfehlt, sagte der Leiter der Medikamentenkampagne, Tido von Schoen-Angerer, im AP- Interview. „Alles zusammen genommen bedeutet das eine katastrophale Perspektive.“

Der Arzt kritisierte, dass wirksame Behandlungsmethoden nicht zur Verfügung stünden und die Politik nicht über das Formulieren vager Ziele hinaus komme. Die G8 setzten zu sehr auf den Patentschutz, der die Preise für wichtige Medikamente hoch halte. „Insofern verfehlen die G8 ihr Ziel mit einer einseitigen Diskussion.“

Die Lage in Afrika werde noch dadurch verschärft, dass immer mehr Menschen sowohl mit HIV als auch mit Tuberkulose infiziert seien, erklärte der Arzt. Diese Koinfektionen seien mit herkömmlichen Medikamenten kaum erfolgreich zu bekämpfen. Die Pharmaindustrie forderte er auf, auch dann in Forschung zu investieren, wenn keine großen Profite lockten.

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