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Schlammfluten befürchtet

Die Ausbrüche des Vulkans Mayon auf den Philippinen werden immer stärker, glühendes Lavagestein und Aschewolken werden kilometerweit geschleudert.

Die Ausbrüche des Vulkan Mayon auf den Philippinen werden immer bedrohlicher. Am Montag registrierte das vulkanologische Institut in Manila die bisher heftigste Eruption, seit sich der Berg am Donnerstag nach sieben Jahre Ruhe zurückgemeldet hatte. Dabei schleuderte er glühendes Lavagestein und schwarze Aschewolken bis zu sieben Kilometer in den Himmel. Wegen möglicher Schlamm- und Aschefluten nach starken Regenfällen müssen womöglich weitere tausende Menschen das Gebiet rund um den Berg verlassen.

Nach Angaben eines Institut-Sprechers dauerte der Ausbruch am Montag rund zehn Minuten. Anschließend floss glühend heiße Asche mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern mehrere tausend Meter die Abhänge des Berges hinab. Es war die insgesamt vierte Eruption des Mayon, vor dem sich bisher mehr als 47.000 Menschen aus 46 Dörfern in Sicherheit gebracht hatten. Bisher ist Angaben des Katastrophenschutzes zufolge niemand zu Schaden gekommen.

Seit am Sonntag starke Regenfälle in der Region einsetzten, befürchten die Helfer wegen möglicher Erdrutsche weitere Flüchtlinge. Die Behörden rechnen mit Engpässen bei der Versorgung der Menschen in den Notquartieren mit Nahrung und Medizin, sollte der Vulkan weiterhin gefährlich bleiben.

Experten erwarten unterdessen, dass der Mayon wochenlang nicht zur Ruhe kommen wird:
Der 2.462 Meter hohe Mayon war zuletzt 1993 ausgebrochen. Damals kamen 70 Menschen ums Leben. Beim bisher folgenschwersten Ausbruch im Jahr 1814 starben mehr als 1 300 Menschen. Der Mayon gilt wegen seiner perfekten Kegelform als einer der weltweit schönsten Vulkane und ist bei Touristen deshalb sehr beliebt. Die Serie von Ausbrüchen lockte unterdessen hunderte Touristen an den Fuß des Berges.

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