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Schlager und Liu müssen aufpassen

Der erweiterte Kreis der Top-Favoriten im olympischen Tischtennis-Einzel steigt am Dienstag in der dritten Runde ins Turnier ein.

Damit wird es auch für Werner Schlager und Liu Jia Ernst, beide haben eine noch nicht ganz so hohe Hürde vor sich. Während Liu gegen die Japanerin Ai Fujinuma antritt, erfuhr Schlager seinen Gegner erst am Montagabend nach der Partie von Li Ching aus Hongkong gegen den Brasilianer Thiago Monteiro. Chen Weixing hat es entschieden schwerer, er muss gegen den Südkoreaner Oh Sang Eun ran.

Auch wenn der Gegner nicht so prominent ist, muss Schlager auf der Hut sein, da er frisch ins Turnier einsteigt. „Bei Olympia haben alle das Potenzial zu überraschen. Da muss ich die ersten Sätze lang flugs aufpassen. Wenn es dann nicht so richtig läuft, müsste ich etwas ändern“, nimmt der Weltmeister die Partie nicht auf die leichte Schulter. „Und Li Ching im ersten Spiel ist grundsätzlich ein gefährlicher Gegner.“ “Überlebt“ der Niederösterreicher dieses Match, geht es für ihn bereits am Mittwoch mit dem Achtelfinale weiter.

Da könnte es dann zum Schlager gegen den Deutschen Timo Boll kommen. „Er ist derzeit irgendwie ein unbeschriebenes Blatt. Er hat sich im letzten Jahr ziemlich zurückgezogen und international wenig gespielt, man kann ihn schwer einschätzen“, meinte das ÖTTV-Ass. Im Viertelfinale käme es dann vermutlich gegen den Chinesen Ma Lin knüppeldick: „Er spielt immer auf einem unglaublich hohem Niveau. Das letzte Duell in Katar habe ich gewonnen. Die Auslosung hätte vielleicht leichter kommen können, aber sicher auch schwieriger.“

Chen muss nach seinem Erfolg gegen den Australier William Henzell ab 11:00 Uhr MESZ schon gegen das Ausscheiden kämpfen. Trainer Ferenc Karsai: „Nur mit einer Super-Form kann er Oh besiegen.“ Diese Super-Form spielte der 32-jährige Familienvater bei der Team-WM in Doha aus, als er Oh 3:2 besiegte und im Head-to-Head auf 1:1 stellte. Der Asiate hat seine größten Erfolge in Mannschaft und Doppel. Beste Einzel-Leistung ist der Final-Einzug bei den Japan Open 2003, auf dem Weg dorthin feierte er u.a. den einen Sieg gegen Chen.

Liu Jia und ihr Trainer Liu Yan Jun sind ein wenig erleichtert, dass Fujinuma in Runde zwei gegen Wu Xue gewonnen hat. Denn die 24-Jährige aus der Dominikanischen Republik wäre eine starke und vom Mentalen her unangenehme Gegnerin gewesen. „Wir haben früher in China beim selben Verein gespielt, sie ist eine gute Freundin von mir“, erklärte Liu. Gegen die 21-jährige Fujinuma hat „Susi“ bisher noch nicht verloren, am Dienstag ab 19:00 Uhr soll diese Serie halten.

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