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Schilling nimmt Abschied

Am Donnerstag nimmt der Schilling endgültig Abschied. Nur noch bis Mitternacht kann in den Geschäften mit Schilling und Groschen bezahlt werden.

Zwei Monate nach der Einführung der neuen europäischen Gemeinschaftswährung wird der Schilling in der Nacht zum Freitag endgültig vom Euro als Zahlungsmittel abgelöst.

Mit dem endgültigen Aus für den Schilling endet die Geschichte einer eigenständigen österreichischen Währung. Die letzte, die Schilling-Währung, war – unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg – seit Dezember 1924 fast 80 Jahr lang gültig.

Die Tatsache, dass ab dem 1. März nur noch mit Euro bezahlt werden kann, löst nach neueren Umfragen in der überwiegenden Mehrheit der österreichischen Bevölkerung (69 Prozent) keine Wehmut aus. Auch die überwiegende Mehrheit der Menschen in den anderen Euroländern hat sich bereits an die neuen Scheine und Münzen gewöhnt.

In Österreich endet am Donnerstag auch die Phase der verpflichtenden doppelten Preisauszeichnung und Banken sind ab Freitag nicht mehr verpflichtet, Schilling gegen Euro einzutauschen. Mehrere Unternehmen und Finanzinstitute haben aber angekündigt, freiwillig teilweise bis in den Sommer hinein sowohl die Preise weiter in Schilling und Euro anzugeben als auch den Schilling in Euro umzutauschen. Bei den Kassen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird der kostenlose Umtausch aber auf jeden Fall unbefristet und unbeschränkt möglich sein.

Mit dem heutigen Stichtag verlieren nach Deutschland, die Niederlande, Irland und Frankreich auch die restlichen sieben nationalen Währungen der übrigen Länder der Währungsunion ihre Gültigkeit, also auch der belgische Franc, die finnische Mark, die griechische Drachme, die italienische Lira, der luxemburgischen Franc, der portugiesischen Escudo und die spanische Peseta.

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