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Schiiten-Prediger: Verbot von Sicherheitsfirmen im Irak

Nach dem Tod von acht Irakern bei einer Schießerei mit Beteiligung von Mitarbeitern der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater hat die Bewegung des radikalen Schiiten-Führers Muktada (Moqtada) al-Sadr am Dienstag das Verbot aller ausländischen Sicherheitsunternehmen im Irak gefordert.

Nachdem die irakische Regierung Blackwater die Lizenz entzogen habe, müsse sie nun auch die anderen Firmen verbieten, heißt es in einer Erklärung der Sadr-Bewegung.

Sicherheitskräfte von Blackwater sollen am Sonntag bei der Begleitung eines US-Konvois mindestens acht Iraker getötet haben. Die Regierung in Bagdad hatte der Sicherheitsfirma daraufhin am Montag ihre Tätigkeit verboten.

Die die Regierung dominierende Schiiten-Allianz verurteilte die „feige und ungerechtfertigte Attacke, die Blackwater gegen unser Volk begangen hat“. Das „Verbrechen“ sei nur möglich gewesen, weil die amerikanischen Besatzer die Sicherheitsfirmen, die zumeist ehemalige Häftlinge beschäftigten, in den Irak gebracht hätten. Für Blackwater sind im Irak mehrere tausend Wachmänner im Einsatz, die vor allem mit dem Personenschutz für hochrangige US-Beamte betraut sind.

Augenzeugen hatten berichtet, dass die Blackwater-Wachleute auf einer belebten Straße am Rande des mehrheitlich von Sunniten bewohnten Viertels Mansur im Westen von Bagdad ohne Vorwarnung auf Zivilisten geschossen hätten, nachdem es in der Nähe zu einer Explosion gekommen sei. Angeblich fühlten sie sich von Aufständischen angegriffen. Die irakische Regierung kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an, die Verantwortlichen sollen strafrechtlich verfolgt werden.

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