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Scheiden "tut sehr weh"

Egger: „Ich bedauere zutiefst, dass dieses Vorgehen überhaupt notwendig ist.

“ „Der Austritt von Hubert Gorbach aus der Landesgruppe Vorarlberg, der er zehn Jahre lang als Parteiobmann vorstand, ist aufgrund der aktuellen Ereignisse ein logischer Schritt, den ich akzeptiere, wenngleich ich zutiefst bedauere, dass dieses Vorgehen überhaupt notwendig geworden ist“, lamentiert FPÖ-Landesobmann Dieter Egger. Hubert Gorbach sei ein Freiheitlicher mit Herz und Seele. Was er für die Partei insgesamt und im Besonderen für die Landesgruppe Vorarlberg geleistet habe, so Egger, sei nicht in Worte zu fassen. „Dafür danke ich ihm!“

„Sündenbock“ Gorbach

Nach einer entsprechenden Forderung des Hohenemser FPÖ-Ortsparteiobmann Horst Obwegeser erklärte Gorbach am Montag seinen Austritt: „Wenn man es wünscht, trete ich gerne aus.“ Er habe „schon so viele Ämter in der Vorarlberger FPÖ gehabt. „Da kann ich die Rolle des Sündenbocks auch noch übernehmen“, sagte Gorbach. Das Ergebnis der Ländle-FPÖ bei den Gemeindewahlen am Sonntag, wertete Gorbach „unter den gegebenen Umständen als erträglichen Achtungserfolg“. Mit den Einbrüchen sei nach den vorangegangenen Wahlen zu rechnen gewesen, so Gorbach. Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass die „Situation von Ort zu Ort unterschiedlich“ sei. Insgesamt sei er „zuversichtlich, dass die Vorarlberger FPÖ zumindest ihre Bürgermeisterzahl halten werde.

Der Hohenemser FPÖOrtsparteiobmann Horst Obwegeser hat am Montag den Ausschluss von Vizekanzler Hubert Gorbach aus der FPÖ Vorarlberg gefordert. Obwegeser bezeichnete Gorbach wörtlich als „Verräter“. Die Mitbegründung des BZÖ eine Woche vor den Vorarlberger Gemeindewahlen mache Gorbach untragbar. Der Vizekanzler seinerseits will selbst über einen Austritt nachdenken.

Mit der Mitbegründung des BZÖ habe Gorbach eine Woche vor den Vorarlberger Kommunalwahlen die Arbeit vieler Vorarlberger FPÖ-Funktionäre kaputt gemacht. „Der Mann hat von mir keine Achtung mehr, obwohl ich früher selbst für ihn gerannt bin“, sagte Obwegeser.

Schuler tritt auch zurück

Ebenfalls harsche Kritik an Gorbach übte der Lustenauer FPÖ-Bürgermeister Hans-Dieter Grabher. „Als Vorarlberger hätte man schon wissen müssen, was sich hier jetzt bei den Gemeinderatswahlen abspielt. Ich bin sprachlos und ratlos“, sagte Grabher. Der Vizekanzler meint meint zu seinem Austritt: „Es tut sehr, sehr weh!“

Der frühere freiheitliche Landtagsvizepräsident Fritz Schuler hat ebenfalls den Austritt aus der FPÖ erklärt.


Reaktionen:

Der freiheitliche Ortsparteiobmann von Hohenems, Horst Obwegeser, ist nach dem Austritt von Hubert Gorbach aus der Ländle-FP zufrieden. Hätte Gorbach dies nicht am Montagabend von selbst getan, hätte er am Dienstag einen entsprechenden Antrag eingebracht, so Horst Obwegeser.

Der Vorarlberger FP-Obmann Dieter Egger bezeichnet den Austritt als konsequenten aber auch schmerzhaften Schritt. Er bedaure diesen Schritt und, dass dieses Vorgehen überhaupt notwendig geworden ist.

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