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Scharfe Worte von Bischof Laun

Scharfe Worte von Bischof Laun zur neuen "Aufklärungsbroschüre" des Sozialministeriums. "Broschüre ergreift Partei für krasse Unmoral".

Heftige Kritik an der Jugend- und Aufklärungsbroschüre „Love, Sex und so“ des Sozialministeriums übt nun Salzburgs Weihbischof Andreas Laun in einem Kommentar im katholischen Internet-Magazin „kath-net“. Die Broschüre ergreife Partei für eine krasse Unmoral, die meisten angeführten Beratungsstellen seien „in linker Hand“ oder von schwul-orientierten Einrichtungen, kritisiert Laun unter anderem. Vor ihm hatte bereits Familien-Bischof Klaus Küng die Broschüre, die Ende Juli erschienen ist, abgelehnt.

„Das Schlimme ist: Im Kampf zwischen der Kultur der sexuellen Liebe (wie sie die Kirche vertritt) und der Diktatur der eigenen Lust um jeden Preis (“68er“-Ideologie) ergreift die Broschüre Partei für die krasse Unmoral, deren fast einzige Grenze von der Hygiene und medizinischen Gefahren gezogen wird. Nicht nur, aber auch in diesem Fall gilt das Jesus-Wort: Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde (Lk 9,42)“, findet der Bischof harte Worte.

Unter der Rubrik „Beratungsstellen in Österreich“ seien 22 Adressen angegeben. Soweit aus dem Titel erkennbar, „sind davon die meisten in ’linker’ Hand, und neun ’Beratungsstellen’ sind erklärtermaßen schwul-orientierte Einrichtungen, also nicht ganz die Hälfte. Von den kirchlichen Stellen ist keine einzige dabei.“
Laun geht dann auch auf die gesellschaftlichen Auswirkungen ein, die diese „Unmoral“ seiner Meinung nach verursacht. „Sehen sie (die Menschen, Anm.) nicht die verheerenden Folgen dieser geistigen Verrohung, die eintritt, wenn Menschen nur noch nach Lust streben? Haben die Verfasser nicht verstanden, dass die fehlenden Kinder in ganz Europa eine Folge dieser Unmoral sind, die das Ministerium jetzt in den Schulen propagieren lässt? Die Politiker können reden, was sie wollen, aber der Kindermangel ist für ein Land schlimmer als der Mangel an Arbeit, die langfristigen Folgen sind eine Katastrophe.“

Der Weihbischof meint weiters, das der Staat wichtigere Aufgaben hätte, als sich in die Intimsphäre seiner Bürger einzumischen. „Der Schritt über die Grenzen der eigenen Kompetenz ist immer ein Schritt in Richtung des totalitären Staates“, so Laun. Unverständlich sei, dass ein freiheitlicher Minister (Herbert Haupt) eine „tiefrote Broschüre“ finanziere und verbreiten will. „Er hätte das Geld besser den Hochwasser-Opfern gegeben. Dazu ist es jetzt zu spät, aber die Druckwaren selbst könnte man vielleicht in die Hochwasser-Dämme einstampfen und wären dort sogar noch nützlich“, so Laun weiter.

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