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Schanzenanlage in Andelsbuch geplant

Für Josef Erath ist Andelsbuch ein idealer Standort.
Für Josef Erath ist Andelsbuch ein idealer Standort.
Andelsbuch erbittet sich Zeit für die Entscheidung zur Umsetzung des Schanzenprojekts.

Andelsbuch.  Nachdem die geplante Schanzenanlage in Bezau nicht realisiert werden kann, steht jetzt wie berichtet Andelsbuch als neuer Standort zur Debatte. Falls die Gemeinde zustimmt, soll im Bereich der ehemaligen Wälderschanze eine Mattenanlage mit drei Bakken in der Größenordnung von 18, 33 und 55 Meter Hillsize (Schanzengröße) entstehen. Seit Mai dieses Jahres ist der Skiclub Bregenzerwald mit Grundeigentümern und Anrainern im Ortsteil Unterbezegg im Gespräch und holte sich vor Kurzem deren Einverständnis zur Realisierung der im Nordic-Konzept des Landes Vorarlberg vorgesehenen drei Nachwuchsschanzen.

Gemeindevertretung tagte

Am Montag wurde das Projekt der Gemeindevertretung Andelsbuch vorgestellt. Die Grundstimmung in Andelsbuch, das geplante Projekt betreffend, sei durchaus als positiv zu bezeichnen, sagte der Andelsbucher Bürgermeister im VN-Heimat-Gespräch. „Es werden noch mehrere Gespräche sowohl mit den Verantwortlichen als auch mit den Anrainern notwendig sein, denn von heute auf morgen lässt sich ein Projekt dieser Größenordnung nicht realisieren“, so der Gemeindechef, übrigens auch was die Finanzierung betreffe, setzt Bernhard Kleber nach.

Wichtig für die Jugend

Grundsätzlich sei man aber der Meinung, dass die geplante Anlage im Hinblick auf die Bregenzerwälder Jugend und deren sportliche Förderung durchaus Sinn machen würde. „Es gibt noch einiges abzuklären und wir möchten, bevor wir dem Projekt zustimmen, den Anrainern ganz klare Fakten über das zu erwartende Verkehrsaufkommen vorweisen können. „Im Durchschnitt wäre ein Trainingsbetrieb von ca. drei bis vier Mal wöchentlich geplant“, erklärt der Präsident des Skiclubs Bregenzerwald, Josef Erath. Darüber hinaus wäre mit ca. fünf bis acht Veranstaltungen pro Jahr zu rechnen.

Freude am Skisport

„Die Anlage in Andelsbuch ist so konzipiert, dass alle Kinder, die Freude am Skifahren und Hüpfen haben, auf möglichst unkomplizierte Art in diese Sportart hineinwachsen können“, so Erath. „Begonnen würde auf der kleinen Schanze (Hillsize 17,5 Meter) zuerst mit Alpinskiern, als nächster Schritt käme das Vertrautmachen mit den Sprungskiern und im Zuge dessen der Wechsel auf die nächstgrößere Schanze.“ Um einen optimalen Trainingsablauf zu gewährleisten, soll als Verbindung vom „Auslauf zum Sprungbakken“ ein Förderband installiert werden.

Trainingsmöglichkeit

Während die Schanzen Hillsize 17,5 Meter und 33 Meter weitgehend in das Gelände eingebettet werden könnten, wäre für die Schanze Hillsize 55 Meter ein Anlaufturm erforderlich. „Dieser würde an seiner höchsten Stelle ca. fünf Meter über dem ursprünglichen Gelände liegen“, so Erath. Östlich des Förderbandes soll für die Schanzen Hillsize 33 und 55 ein Sprungrichterturm errichtet werden, im Auslaufbereich ist ein Funktionsgebäude geplant. Als wichtig für den Nachwuchs erachtet Erath die Trainingsmöglichkeit vor allem im Sommer. „Will man im Sprunglaufsport an der österreichischen Spitze und damit an der Weltspitze mitmischen, ist die Installierung von Mattenschanzen unumgänglich. Wird doch ca. 90 Prozent des Trainingspensums im Sommer absolviert“, so der Skiclub-Präsident.

Bezau bedauert

Der Bezauer Bürgermeister bedauert, dass die Schanzenanlage in der Marktgemeinde nicht zur Realisierung gelangt, zeigt sich aber erfreut, dass in Andelsbuch, dem „Zentrum des Nordi­schen Ski­sports“, wie er es ausdrückte, eine Verwirklichung des seit Langem diskutierten Projekts stattfinden könnte. Wie berichtet scheiterte die Errichtung der Anlage in Bezau am Einverständnis der Grundeigentümer zur geplanten Zufahrtsstraße. „Wir haben viel Zeit für das Projekt investiert, müssen uns nun aber mit den Tatsachen abfinden“, so Georg Fröwis. Nun hofft der Bezauer Gemeindechef aber auf eine zügige Umsetzung des geplanten Konzepts.

Finanzierung

Das Land Vorarlberg stellt dem mit knapp zwei Millionen Euro veranschlagten Konzept als gedeckelten Betrag – 1,19 Millionen zur Verfügung, die Region soll 430.000 beisteuern, rund 300.000 Euro kommen aus dem Sponsoring.

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