Schanghai versinkt langsam

Die chinesische Boom-Metropole Schanghai versinkt langsam im morastigen Untergrund. Im vergangenen Jahr sei die 16-Millionen-Einwohner-Metropole um 8,7 Millimeter abgesackt.

Dies berichtete die Tageszeitung „Shanghai Daily“ am Donnerstag unter Berufung auf geologische Untersuchungen.

Experten zufolge ist das Gewicht der Stadt mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern inzwischen zu hoch für den sumpfigen Schwemmland-Boden, auf dem sie erbaut ist. Außerdem werde zu viel Grundwasser abgepumpt. Immerhin habe sich das Tempo abgeschwächt, mit dem die Stadt absinkt: Im Jahr 2003 ging es mit Schanghai noch 10,4 Millimeter abwärts, im Jahr zuvor waren es sogar 11,1 Millimeter.

Sollte Schanghai in Zukunft jährlich um etwa zehn Millimeter sinken, wird es nach Expertenberechnungen in 40 Jahren auf Meerespiegel liegen. Derzeit stehen in der ostchinesischen Hafenstadt mehr als hundert Gebäude, die über hundert Meter hoch sind.

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