Schädling: Maiswurzelbohrer für Vorarlberg keine Gefahr

©Symbolbild: AGES, Philipp Steurer
Bauern im Kanton St. Gallen haben mit einem Maisschädling zu kämpfen. Christian Meusburger von der Landwirtschaftskammer gibt Entwarnung: Der Schädling ist zwar bereits bei uns, befindet sich aber im Monitoring.

Der Maisschädling Maiswurzelbohrer hat sich in der Schweiz eingenistet. Maisbauern in den Kantonen Schwyz und St. Gallen rechnen mit großen Schäden: Die Käfer legen im Herbst ihre Eier ab, die Larven schlüpfen im Frühjahr und fressen die Wurzel der Maispflanzen. Der Schädling kommt eigentlich aus Nordamerika und wurde nach Europa eingeschleppt, wo er sich seit Jahren ausbreitet.

Bisher keine extremen Schäden

Christian Meusburger von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg gibt Entwarnung. Zwar gibt es den Käfer schon seit Jahren im Ländle, aber er hat bisher noch keine extremen Schäden angerichtet. Anders in der Schweiz: Da dort der Schädling zum ersten Mal auftrete, stehe man vor einer Situation, wie es sie bei uns vor vielen Jahren gegeben habe, erklärt Meusburger. Die Population der Käfer in Vorarlberg sei bis dato leicht zunehmend, das werde aber fortlaufend beobachtet.

Fruchtfolge als Lösung

Gegen die Maiswurzelbohrer könne man mit herkömmlichen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung relativ wenig tun. Weil er sich aber innerhalb einer ganzen Fruchtfolge fortpflanze, müsse man lediglich auf den Maisbau innerhalb einer Fruchtfolge verzichten, um ihn loszuwerden. Bei einer Fruchtfolge stellt der Schädling somit schon im nächsten Jahr keine Bedrohung mehr dar. Das Vorkommen hänge von den Klimaverhältnissen ab, letztes Jahr habe der Käfer sich aufgrund des heißen Sommers deutlich rasanter vermehrt. "Im Verhältnis bauen wir kaum Mais an", erklärt Meusburger, bei der Landwirtschaftskammer für Pflanzenbau zuständig, im VOL.AT-Gespräch. "Das ist unser großes Glück."

Keine ernsthafte Bedrohung

Der Ländle-Ribelmais und der heimische Futtermais für das Vieh sind also für das erste nicht ernsthaft durch die Maiswurzelbohrer bedroht. Für betroffene Landwirte bedeute ein Befall, dass sie nicht mehr so viel Mais anbauen könnten. "Man muss lernen mit dem Schädling zu leben", verdeutlicht Meusburger. "Wenn man es 'körig' macht, wird es länger nicht so sein, dass wir ein großes Problem bekommen."

(Red.)

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