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SCC-Vizemeistertitel für Sandro Bickel

Bludescher Sportwagen-Talent überzeugte auch bei den „Sports Car Challenge“-Rennen in Monza.

Der 20-jährige Sandro Bickel ist zweifelsohne „Mann des Jahres“ in der Sports Car Challenge (SCC). Nachdem der Bludescher mit seinem PRC-Honda-Boliden in der Division II der Sportprototypen light bisher in allen Saisonrennen die Zielflagge sah und dabei jedes Mal auf das Podest klettern durfte, errang Bickel auch bei den SCC-Läufen elf und zwölf im königlichen Park von Monza weitere zwei zweite Plätze. Damit hat Sandro, der mit seiner Mama Christine – die als Managerin und Mechanikerin agiert – mit seinem privaten ABB-Motorsport-Team bereits einen Sieg (Nürburgring), sechs zweite und fünf dritte Plätze in seiner Bilanz vorzuweisen. Damit ist Bickel – ein Rennen vor Saisonende – bereits SCC-Vizemeister der Div. II. Leader Thorsten Rüffer (Ger) ist uneinholbar, Rang zwei kann dem Oberländer aber auch nicht mehr streitig gemacht werden.

Duelle in der Parabolica

Speziell nach dem ersten Rennheat in Monza hat die effiziente Mama-Sohn-Truppe von überall großes Lob erhalten: Sandro blieb beim Hinausfahren zur Startaufstellung mit streikender Benzinpumpe noch in der Boxengasse stehen. PRC-Geschäftsführer Emanuel Pedrazza konnte den Defekt zwar in Windeseile beheben, aber Sandro musste aus der Box starten, dem kompletten Feld hinterherjagen. Das Jungtalent startete dann auf dem Hochgeschwindigkeitskurs eine sensationelle Aufholjagd, lieferte sich tolle Windschattenduelle, schnappte sich Gegner um Gegner und musste sich nur noch den Auspuff von Thorsten Rüffer bis zur Ziellinie ansehen. Im zweiten Rennlauf lag Bickel mehrmals in Führung, lieferte sich mit Rüffer in der superschnellen Parabolica-Zielkurve beherzte Duelle.

Papa im Hintergrund

Lob gab es auch deshalb, weil die Insider wissen, dass Bickels Honda-2-l-CN-Motor gegenüber dem Honda-C3-Motor von Rüffer ein Handicap von beinahe 60 PS hat. Mit dem sauberen und beherzten Fahrstil macht Sandro aber speziell in den Kurven einiges wett. Beim SCC-Finale am 15. Oktober in Hockenheim kann Bickel nochmals ganz ohne Druck angreifen und seinen Vizetitel vielleicht noch mit einem Sieg krönen. Bis dahin hat Papa Werner, der früher selbst im nationalen Renault R5-Cup für Furore sorgte, sich heute aber aus gesundheitlichen Gründen den Rennstress vor Ort nicht mehr antut, aus logistischer Sicht wieder alles tipptopp vorbereitet.

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