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Satiriker schockt Schweiz mit OLAF

Kennen Sie OLAF? Nein? Dahinter verbirgt sich die (fiktive) „Organisation zur Lösung der Ausländerfrage“. OLAF-Geschäftsführer Dr. Alois B. Stocher erregt derzeit die Schweizer Gemüter.
Was verbrigt sich hinter OLAF?
Ausländersammelaktion von OLAF

Über diesen Quälgeist ist auf der Homepage von OLAF folgendes zu lesen: „Dr. Stocher ist hauptamtlich Präsident des karitativen Hilfswerks KEH und gilt als führende Persönlichkeit der Schweizerischen Kriegsentwicklungshilfe.“ Weiters wird man hier über die höchst zweifelhaften Programmpunkte der Organisation aufgeklärt. Als Beispiele soll an dieser Stelle folgendes genügen: „Wie viele und welche Ausländer wollen wir?“, „Wie lösen wir die Ausländerfrage?“, „Wie weiß ich, ob ich ein echter oder ein Schein-Schweizer bin?“ oder auch der „Aktuelle Ausschaffungschart“.

Der Satiriker und Zürcher Autor Andreas Heusser (34) legt den Finger auf eine in der Schweiz klaffende Wunde und das in so entwaffnender Weise, das man nicht umhin kann, zuerst in eine Art Satire-Schockstarre zu verfallen, um kurz darauf in schallendes Gelächter auszubrechen.

Dieses allerdings blieb bereits so manchem im Halse stecken. Denjenigen zumindest, die Satire nicht erkennen auch wenn sie einem förmlich ins Gesicht springt. Ironie wird leider nicht von jedem verstanden. Heusser selbst hierzu: „Viele Leute nehmen unsere Aktion ernst.“ Dieser Umstand führte auch schon zu massiven Drohungen.

Provokante Parolen und Aktionen, wie etwa der „Ausländersammeltag“ sorgten vielerorts für erhitze Gemüter, statt schmerzende Zwerchfelle.

So stellte er zum Beispiel einen Ausländer-Container auf dem Berner Bundesplatz auf und versuchte die SVP-Pressekonferenz zu stürmen. Das größte Täuschungsmanöver gelang ihm allerdings mit seiner Presseaussendung „SVP droht Olaf mit Klage“. Stocher erklärte darin, von Nationalrat Christoph Mörgeli (SVP) bedroht zu werden. Dieser solle angeblich juristische Schritte einleiten wollen, würde OLAF seine Homepage nicht vom Netz nehmen. Diese Nachricht war so täuschend echt formuliert, dass sogar die renommierte Nachrichtenagentur AP darauf hereinfiel und die Nachricht als Meldung in die Welt hinaus sandte. Kurz darauf folgte das Dementi und die Aufklärung durch OLAF, aber nicht, ohne eine erneute Narrenkappe auf den Köpfen der  Geprellten zu platzieren: Man sei auf einen Betrüger hereingefallen, der sich fälschlicherweise als Christopf Mörgeli ausgegeben habe. Diese Aktion sei ein Sabotageakt der Linken und verdeutliche lediglich, „was für eine destruktive Energie unter den Linken vorhanden ist. Kein Mittel ist ihnen perfid genug, um die SVP oder OLAF in den Dreck zu ziehen.“

Der Masterplan zur Lösung der Ausländerfrage wird von OLAF in dem sogenannten Drei-Phasenmodell formuliert:

1. Markierung

Die Auswertung der SVP-Befragung zeigt klar, dass nicht nur der kriminelle, sondern JEDER AUSLÄNDER eine potenzielle Gefahr für die Schweizer Bevölkerung darstellt.

Darum hat OLAF spezielle Armbinden produziert, mit denen sämtliche Ausländer markiert werden sollen. Die Farbe der Armbinde zeigt den Kulturkreis des Trägers an und gibt so der Polizei wichtige Hinweise auf die potenzielle Täterschaft. Dadurch wird es endlich möglich, Verbrechen vorzubeugen, bevor es zu spät ist!

2. Sammlung

Nachdem alle Ausländer markiert sind, werden wir unsere breit angelegte Sammelaktion starten. Hierfür stehen in Lichtenstein spezielle Hallen bereit, wo die gesammelten Ausländer zwischengelagert und für ihren Abtransport in die Herkunftsländer vorbereitet werden.

3. Ausschaffung

Bei der Ausschaffung können wir auf die bestehende Infrastruktur der KEH (Kriegsentwicklungshilfe) zurückgreifen, die im Besitz ist von Containern, Wagons und dem nötigen Knowhow für den Export in die Herkunftsländer sind.

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