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SARS-Verdachtsfall in Triest

Aus Triest ist am Montag ein möglicher SARS-Verdachtsfall gemeldet worden. Eine achtjährige Chinesin wurde mit hohem Fieber ins Krankenhaus eingeliefert.

An der atypischen Lungenkrankheit könnte nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Region Friaul Julisch Venetien eine achtjährige Chinesin erkrankt sein. Das Kind hatte erst vor einigen Tagen China verlassen, um ihre Eltern zu besuchen, die in Triest arbeiten. Das Mädchen wurde mit hohem Fieber in ein Krankenhaus der Hafenstadt eingeliefert.

Italien hat bisher der Weltgesundheitsorganisation in Genf fünf Verdachtsfälle angezeigt. Seit Samstag wurde eine 31-jährige Chinesin in ein römisches Krankenhaus eingeliefert, weitere Verdachtsfälle wurden in Genua und in Mailand gemeldet.
Italiens Gesundheitsminister Girolamo Sirchia empfing am Montag die Passagiere aus einem Pekinger Flug auf dem Mailänder Flughafen Linate. Er wollte die Kontrollsysteme überprüfen, die gegen das Virus auf dem internationalen Flugplatz ergriffen wurden. Die Regierung hatte vergangene Woche beschlossen, dass Ärzte Passagiere aus SARS-Ländern untersuchen sollen, wenn vom Flugpersonal verdächtige Symptome gemeldet werden.

Der Minister forderte die Italiener auf, wenn möglich auf Reisen in SARS-gefährdete Gebiete zu verzichten. „Es besteht konkrete Ansteckungsgefahr. Wenn man Reisen in diese Länder vermeiden kann, wäre es besser“, sagte der Minister. Regierungschef Silvio Berlusconi versuchte Besorgnisse rund um die Lungenkrankheit zu dämpfen. „Wir werden alle notwendigen Maßnahmen gegen die Epidemie ergreifen“, sagte Berlusconi.

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