Sarkozy will auch nach EU-Ratsvorsitz Nahost-Vermittler sein

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will auch nach dem Ende des französischen EU-Ratsvorsitzes im Nahost-Konflikt vermitteln.

“Frankreich hat eine besondere Verantwortung, weil es fähig ist, vertrauensvolle und freundschaftliche Beziehungen zwischen allen Parteien herzustellen”, sagte Sarkozy am Sonntag in einem Interview mit den libanesischen Zeitungen “Al-Nahar”, “As-Safir” und “L’Orient le Jour”.

Die Hamas sei für “das Leiden palästinensischer Menschen in erheblichem Maße verantwortlich”, weil sie den Raketenbeschuss auf Israel nicht beende, sagte er. Zuvor hatte Frankreich auch Israels Bodenoffensive ausdrücklich verurteilt. Sarkozy wollte ab Montag unter anderem nach Kairo, Ramallah, Jerusalem und Damaskus reisen.

Der tschechische EU-Ratsvorsitz trat unterdessen dem Eindruck entgegen, es gebe Unstimmigkeiten zwischen Frankreich und Tschechien. Die Erklärung eines Sprechers am Samstag, in der Israels Bodenoffensive als “defensiv, nicht offensiv” bezeichnet worden war, sei missverstanden worden, sagte der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg in einer Fernseh-Debatte. Die EU-Präsidentschaft habe lediglich einen Waffenstillstand und humanitäre Hilfe gefordert, sagte Schwarzenberg. Er reist mit einer EU-Delegation seit Sonntag durch die Krisen-Region.

US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte wegen der Nahost-Krise eine für Sonntag geplante Reise nach China ab. Rice hat bisher nichts über Pläne für eine Reise in den Nahen Osten verlauten lassen. Es wird jedoch erwartet, dass sie mit arabischen Ministern zusammenkommt, die in New York an einer UN-Resolution zur Beilegung der Gewalt in Gaza arbeiten wollen.

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