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Salzgeber rechnet mit Maier und Miller

Während im Montafon derzeit noch die Fußball-Nationalmannschaft im Mittelpunkt steht, konzentriert sich hrunser Rainer Salzgeber schon auf die neue Saison im Ski-Weltcup.

Der WM-Silbermedaillen-Gewinner im Riesentorlauf 1993 und Ehemann von Anita Wachter will als Rennchef von Head die Dominanz seines Arbeitgebers im Speed-Bereich weiter ausbauen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, fährt doch ab der kommenden Saison neben Bode Miller und Didier Cuche auch Hermann Maier auf Head-Ski.

APA: Wird Head auch in der kommenden Saison den schnellsten Speed-Ski haben, oder haben die Konkurrenten aufgeholt?
Salzgeber: “Ich glaube, dass die gleichen Teams das Ganze wieder untereinander ausmachen werden. Das Entscheidende wird die Arbeit innerhalb der Saison sein.”

APA: Wie wird sich Hermann Maier in diesem Winter präsentieren?
Salzgeber: “Ich hoffe, dass wir ihn dorthin bringen, wo er selber sein will. Er ist gut drauf, hat sich sehr konsequent vorbereitet und ist ein Tüftler. Er fordert uns und sich selbst jeden Tag. Es ist momentan zwar nicht abschätzbar, aber ich hoffe schon, dass wir ein paar gute Kämpfe von ihm sehen werden.”

APA: Ist das Schuh-Problem des Herminators endlich gelöst?
Salzgeber: “Nein. Im Endeffekt ist es seine Entscheidung. Für mich wäre das Head-Paket schlüssig. Aber es ist auch egal, wenn er sich für Lange entscheidet, Hauptsache er ist schnell.”

APA: Wie ist es derzeit um Bode Miller bestellt?
Salzgeber: “Es wird bei ihm vielleicht ein ähnliches Bild wie letztes Jahr sein, nämlich dass er speziell die ersten Speed-Rennen in Lake Louise als Vorbereitung nimmt – er hat ja doch Speed-mäßig bei weitem nicht das trainiert wie die anderen. Ich sehe ihn aber schon wieder sehr stark.”

APA: Funktioniert seine Vorbereitung in Eigenregie, nachdem er sich vom US-Team verabschiedet hat?
Salzgeber: “Ich hoffe, dass Miller die Umstellung auf das private Team gut verkraftet. Er hat eine sehr erfahrene Mannschaft aufgebaut. Die einzige Sache ist natürlich, dass Speed-Training mit drei Mann schwierig zu machen ist. Er schließt sich deswegen hauptsächlich anderen Nationen an.”

APA: Ist die Zusammenarbeit mit Maier oder mit Miller komplizierter?
Salzgeber:
“Beide haben exakte Vorstellungen und wissen genau, was sie wollen, von dem her ist es gleich. Was bei Miller dazukommt ist, dass er vier Disziplinen absolviert. Aber es ist eigentlich mit Beiden ein gutes Arbeiten ohne Probleme.”

APA: Hat sich schon eine Rivalität zwischen den Beiden entwickelt, was den Kampf um den schnellsten Ski betrifft?
Salzgeber: “Es ist bei uns ein bisschen anders wie zum Beispiel bei Atomic. Jeder bekommt von uns seine eigenen Ski, die völlig gleich sind, und arbeitet damit. Wir machen es nicht so, dass wir 100 Paar Ski hernehmen, die tagelang durchtesten und dann die Nummer eins Miller oder Maier geben. Es soll so sein, dass die Zusammenarbeit auf einer fairen Basis steht. Von da her ist das Konkurrenzdenken nicht so groß.”

APA: Ist generell die Bedeutung des Materials in den vergangenen Jahren größer geworden?
Salzgeber: “Es wird schon immer wichtiger. Immer mehr Läufer gehen mit fast den gleichen Voraussetzungen an den Start. Jeder weiß genug über Fitness und Kraft und hat praktisch die gleichen Vorbereitungs-Bedingungen. Die Masse an Top-Leuten ist breiter geworden, deswegen ist jedes Hundertstel, das man irgendwo am Materialsektor finden kann, entscheidend.”

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