Salzburger wegen Mordes an Prostituierter in Untersuchungshaft

Seit Sonntag sitzt ein Geschäftsmann aus Wals-Siezenheim (Flachgau) in Salzburg in Untersuchungshaft. Der 29-Jährige steht laut Staatsanwaltschaft Salzburg in dringendem Tatverdacht, am 12. August dieses Jahres eine tschechische Prostituierte aus dem Bezirk Cesky Krumlov (Krumau) mit sechs Messerstichen ermordet zu haben.

Unter den Fingernägeln der 42-jährigen Frau wurden DNA-Spuren gefunden, die mit der DNA des Kaufmanns übereinstimmen, teilte Staatsanwaltschafts-Sprecherin Barbara Feichtinger am Donnerstag mit.

Die Leiche der Ermordeten wurde am 16. August in einem Moldau-Stausee bei Krumau gefunden. Der Brustkorb wies einen Messerstich im Herzen und fünf Messerstiche in der Lunge auf. Bekleidet war die Tote nur mit hellen Sportschuhen und Socken.

Am vermuteten Mord-Tag hatte der verdächtige Salzburger den Grenzübergang Wullowitz mit seinem Pkw passiert. „Bilder aus einer Überwachungskamera liefern den Beweis, dass der Mann nach Tschechien eingereist ist, und zwar um 16.21 Uhr“, sagte Feichtinger. Die Prostituierte wurde um 22.30 Uhr zuletzt lebend gesehen.

„Der Verdächtige gibt die Fahrt wie auch Kontakte zur der Prostituierten und Liebesdienste zu. Er leugnet aber jede Tötungshandlung“, gab die Staatsanwältin Aufschluss über den Ermittlungsstand. Der Flachgauer ist wegen Aggressionsdelikten bereits viermal vorbestraft. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.

Die polizeilichen Erhebungen in Österreich hat bisher das Landeskriminalamt Oberösterreich geführt. Eine Auslieferung komme nicht infrage, für Straftaten eines Österreichers im Ausland sei die österreichische Justiz zuständig, erläuterte Feichtinger. Mit einer Anklage sei zu rechnen. Im Falle eines Schuldspruches droht dem 29-Jährigen eine zehn- bis zwanzigjährige Freiheitsstrafe oder gar lebenslang.

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