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Salzburger wegen Anstiftung zum Mord angeklagt

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Ein Salzburger versuchte seine Frau beiseite schaffen zu lassen, damit er sich seiner neuen Liebe widmen kann. Das Komplott ging schief, der Salzburger wollte seinen Kumpanen am 9. Juli 2007 mit einem Brotmesser töten und sich anschließend das Leben nehmen - dieser Plan scheiterte ebenfalls.

Jetzt wurde der 38-Jährige wegen “Bestimmung zum Mord” und “versuchten Mordes” von der Staatsanwaltschaft Salzburg angeklagt. Begonnen hat die Ehetragödie vor zwei Jahren, als sich der Masseur mit Praxis im Flachgau in eine Patientin verliebte. Im März 2006 hörte die Ehefrau ihren Mann am Telefon mit seiner Freundin flirten. Dennoch versicherte er seiner Frau, dass er sie noch liebe und keine Scheidung wolle. Wenige Tage später soll er einen Geschäftsmann, der ihm angeblich 1,5 Mio. Schilling schuldete und der wegen eines Konkursfalls im Gefängnis war, gefragt haben, ob er nicht jemanden kenne, der seine Frau “aus dem Weg räumen könnte”. Zur Belohnung versprach er dem Bauunternehmer 300.000 Euro und den Erlass seiner Schulden. Eine Scheidung lehnte er “aus finanziellen Gründen” vorerst ab.

Es sollte alles wie ein Unfall oder eine Vergewaltigung aussehen. Der Geschäftsmann habe zwar Namen genannt, welcher “Auftragsmörder” für die Tat in Frage käme. Geschehen ist nichts. Von der Hinhaltetaktik seines verängstigten Bekannten genervt, bot ihm der Salzburger die Überschreibung einer Liegenschaft an. Doch dem Geschäftsmann wurde die Sache zu heiß. Am 9. Juli 2007 fuhr er zur Mutter der Ehefrau und schaltete ein Telefonat mit dem Masseur laut – ein Anwalt und Zeugen hörten mit, dass der Unternehmer die Frau “in den Graben schieben soll”.

Da aber nichts weiter ging, beorderte der 38-Jährige seinen Bekannten noch am selben Tag zum Ignaz-Rieder-Kai. Am Rücksitz des Wagens lag ein Brotmesser. “Bei seiner Verhaftung sagte der Mann zu einem Polizisten, er wollte den Unternehmer töten und dann sich selbst”, erläuterte am Freitag die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger. Ein Cobra-Einsatz vereitelte die Tat. Der Masseur meinte bei seiner Einvernahme während der U-Haft, er hätte seine Frau nur ein halbes Jahr ins Ausland entführen lassen wollen. Wenn sie zurückkomme, werde sie schon freiwillig das Feld räumen. Die Anklageschrift ist noch nicht rechtskräftig. Dem Salzburger drohen eine zehn bis 20-jährige Haft oder lebenslang.

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