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Salzburg mit 2:0-Sieg in Altach

Tabellenführer Red Bull Salzburg ist in der Fußball-T-Mobile Bundesliga nach einem 2:0-Sieg am Samstag in Altach im Grunde nicht mehr einzuholen. Altach-Trainer Streiter war nicht im Stadion.

Mattersburg feierte in der 30. Runde zwar einen 5:1-Heimsieg gegen den GAK, kann in den verbleibenden sechs Runden mit den Salzburgern bei einer um 42 Treffer schlechteren Tordifferenz nach Punkten aber nur noch gleichziehen.

Der GAK ist durch diese Niederlage in seinem ersten Match nach dem durchgebrachten Zwangsausgleich Fix-Absteiger, kommt vom letzten Tabellenplatz definitiv nicht mehr weg. Ried stieß zumindest bis zum Sonntag-Spiel zwischen Sturm und Rapid (15:30 Uhr/live ORF1) durch einen 2:1-Heimsieg gegen die nun schon 13 Spiele in Serie sieglosen Kicker von Wacker Tirol auf Rang drei vor. Austria Wien gewann gegen Pasching 2:0.

Red Bull Salzburg ist der Meistertitel in der österreichischen Fußball-Bundesliga nur noch rechnerisch zu nehmen. Die Salzburger fuhren am Samstag mit einem ungefährdeten 2:0 (1:0) in Altach ihren vierten Sieg in Serie ein und liegen damit sechs Runden vor Schluss weiterhin 18 Punkte vor Verfolger Mattersburg. Zudem verfügen die Bullen über eine um 42 Treffer bessere Tordifferenz als die Burgenländer. Für die Salzburger Tore sorgten erneut die Tschechen Vratislav Lokvenc (34.) und Patrik Jezek (72.).

Dabei waren die Altacher unter der Leitung ihres Co-Trainers Rade Plakalovic, der seinen auf Grund einer Kontroverse um eine offiziell gar nicht ausgesprochene Beurlaubung abwesenden Chefcoach Michael Streiter vertrat, besser in die Partie gestartet. Stürmerstar Leonardo, den Streiter in den vergangenen beiden Partien auf Grund eines Konflikts im Training nicht eingesetzt hatte, fand auch gleich zwei gute Gelegenheiten vor, verfehlte das Tor aber per Kopf (6.) und per Linksschuss (14.) knapp.

Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Salzburger dann zusehends das Kommando, waren immer wieder mit langen Bällen auf ihren groß gewachsenen Sturmtank Lokvenc gefährlich. Der tschechische Teamstürmer bestätigte seine Hochform dann mit seinem viertem Tor in ebenso vielen Spielen. Dabei hatte Lokvenc nur auf Grund der Muskelverletzung von Topscorer Zickler seine Chance erhalten. In Altach bugsierte er eine Maßflanke des aufgerückten Außenverteidigers Steinhöfer aus dem Fünfmeterraum volley unter die Latte.

Danach beschränkten sich die Salzburger weitgehend auf das Verwalten ihrer Führung, warteten auf Fehler der Vorarlberger und schlugen in ihrer typischen Art und Weise noch einmal zu. Jezek traf nach idealem Lochpass von Aufhauser aus schwierigem Winkel ins kurze Eck. Der Tscheche hat damit in den vergangenen drei Partien – alle drei gewann Salzburg 2:0 – immer getroffen. Lokvenc und Jezek hatten schon am Mittwoch den 2:0-Heimsieg gegen Ried fixiert.

Der vierte Salzburger Meistertitel nach 1994, 1995 und 1997 – der erste der Red-Bull-Ära – ist damit nur noch Formsache. Bereits kommendes Wochenende im Heimspiel gegen den Vorjahres-Meister Austria sollte das zu Hause noch ungeschlagene Starensemble Giovanni Trapattoni den 20. Titel seiner illustren Trainerkarriere bescheren. Das Double hatten die Bullen durch die Niederlage gegen Mattersburg im Cup-Halbfinale allerdings verpasst.

Altach-Trainer Streiter war nicht im Stadion, der Klub will sich aber Anfang kommender Woche zu einem klärenden Gespräch mit ihm zusammenfinden. „Er ist ein Mitarbeiter des Vereins, also rechne ich damit, dass er kommt“, erklärte Altach-Obmann Werner Gunz. Der Vorstand hatte von Streiter unter der Androhung einer Beurlaubung verlangt, Leonardo auf Grund wirtschaftlicher Interessen wieder spielen zu lassen. Mehrere Klubs hätten Kaufinteresse am Brasilianer, dessen festgeschriebene Ablösesumme 800.000 Euro beträgt, bekundet. Streiter hatte sich aber geweigert, den Anweisungen Folge zu leisten.

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