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Saisonziel erreicht

Gleich der erste Wettkampftag der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz brachte eine ÖSV-Party mit sich, in deren Mittelpunkt Stephan Eberharter stand.

Die Siegerehrung des Super G vor rund 5.000 Menschen auf dem Hauptplatz der WM-Stadt wurde am Sonntag dank Gold-Gewinner Stephan Eberharter und dem silbernen Hermann Maier zu einer rot-weiß-roten Angelegenheit. Ein völlig entspannter Eberharter reihte danach im Österreicher-Haus die um den Hals hängende Goldene in seiner Trophäen-Sammlung immens hoch ein – nur das Olympia-Gold im Riesentorlauf von Salt Lake City glänzt für den Tiroler noch heller.

Denn für den 33-Jährigen ist sie Symbol für seine lange Karriere, die ihm 1991 in Saalbach die erste und nun zwölf Jahre später in der Schweiz seine dritte und bis auf weiteres letzte WM-Goldene verschafft hat. “Da wird einem bewusst, dass man seit zwölf Jahren in der Weltspitze dabei ist. Und das haben bisher nur Wenige geschafft.” Eberharter, der sich nach dem goldenen Sonntag auf einen freien Montag freute, hat somit bereits Anfang Februar sein Saisonziel 2002/2003 erfüllt. “Denn ich wollte entweder den Gesamt-Weltcup verteidigen oder ein WM-Gold holen”. Bei seinem Goldlauf hatte Eberharter übrigens wieder jenes Modell verwendet, mit dem er vor einem Jahr in Snowbasin zu Olympia-Silber im Super G gefahren war.

Seine zahlreichen, größtenteils verletzungsbedingten Rückschläge sieht Eberharter mit all seiner Routine: “Die Tiefs gehören genauso zu einer Karriere wie die Hochs.” Als Geheimnis des Erfolges sieht Herren-Chef Toni Giger die unglaubliche Lockerheit des Routiniers, die seit Saisonbeginn zu Tage tritt. “Letzte Saison hatte er anscheinend noch einige Rechnungen zu erledigen”, meinte der 39-jährige Giger.

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