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Saisonende für Kjus

Lasse Kjus spielt seit Freitag keine Rolle mehr im Kampf um die große Weltcup-Kristallkugel. Der Norweger fällt nach seiner Verletzung, die er sich auf der Streif zugezogen hat, für den Rest der Saison aus.

Der aktuelle Zweite der Gesamtwertung wurde nach einer Meldung der norwegischen Nachrichtenagentur NTB bereits am Freitagvormittag in Oslo am verletzten rechten Knie, in dem er sich in der zweiten Kitzbühel-Abfahrt eine Meniskusblessur zugezogen hatte, operiert und fällt damit für den Rest der Weltcup-Saison aus. Die Verletzung des 33-Jährigen, der nach dem Donnerstag-Training in Garmisch-Partenkirchen zu einer genauen Untersuchung in seine Heimat abgereist war, war laut NTB schwerer als zunächst angenommen.

Damit sind die Chancen des Tirolers Benjamin Raich, der derzeit die Gesamtwertung mit 918 Punkten vor Kjus (824) und Hermann Maier (777) klar anführt, schlagartig gestiegen. Neben Maier werden aber auch noch US-Star Bode Miller (755./4.) und Titelverteidiger Stephan Eberharter (742/5.) im Kampf um den Weltcup-Triumph zu beachten sein. Hinter Eberharter klafft dann ein großes Loch, der sechsplatzierte Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer hat mit 638 Zählern bereits 280 Punkte Rückstand auf Raich.

Für Norwegens Ski-Team war die Verletzung von Kjus bereits die zweite Hiobsbotschaft in dieser Saison. Kjetil-Andre Aamodt war am 22. Oktober, vier Tage vor dem Auftaktrennen in Sölden, im Riesentorlauf-Training auf dem Rettenbachferner in Sölden schwer gestürzt und hatte sich einen Knöchelbruch sowie eine Bänderverletzung im rechten Bein zugezogen. Damit war die Saison für den 32-Jährigen dreifachen Olympiasieger und fünffachen Weltmeister, der mit insgesamt 19 Medaillen bei Weltmeisterschaften (12) und Olympischen Winterspielen (7) der erfolgreichste alpine Rennläufer der Geschichte ist, bereits vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

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