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Sahara-Geiseln - Außenamt weiter "zuversichtlich" für Freilassung

Die zwei im Februar in der tunesischen Wüste entführten und offenbar nach Mali verschleppten Salzburger Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner sind Angaben aus Regierungskreisen in Mali zufolge am Leben.

Wie ein Beamter, der namentlich nicht genannt werden wollte, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, machten die Verhandlungen zur Befreiung der beiden Halleiner Fortschritte. Aus dem Außenministerium in Wien verlautete ebenfalls, dass der seit Monaten tätige Krisenstab “Zuversicht für ein gutes Ende des Entführungsfalles habe”, so Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal gegenüber der APA am Mittwochnachmittag.

Wie schon in den vergangenen Wochen und Monaten, äußerte sich das Außenministerium auch jetzt mit der bereits bekannten Vorsicht. “Es hat sich der Eindruck bestätigt, dass sich das in den vergangenen Monaten aufgebaute Netzwerk an Kontakten und Kommunikationskanälen als hilfreich erweist. Wir können von einer gewissen Zuversicht sprechen, dass der Fall ein gutes Ende findet”, so Launsky-Tieffenthal. “Der Krienstab in Wien erhält weiter praktisch täglich neue Berichte aus der Region, auf deren Basis Analysen erstellt und an unser Team in Mali übermittelt werden. Der Sonderbeauftragte, Botschafter Anton Prohaska, wird jedenfalls bis zum Ende des Entführungsfalles in der Region bleiben.”

Ob es tatsächlich konkrete Beweise dafür gebe, dass Kloiber und Ebner am Leben seien, wollte Launsky-Tieffenthal weder bestätigen noch dementieren: “Die wiederholte Erbringung von Lebensbeweisen ist ein fester Bestandteil bei Verhandlungen in sämtlichen Entführungsfällen.”

Das Außenministerium bat wieder einmal um Verständnis dafür, dass die Öffentlichkeit nicht über weitergehende Details informiert werden könne, “schließlich haben die Entführer sämtliche Möglichkeiten, auf Informationen zuzugreifen, die hier in Österreich publik werden.”

Das Halleiner Touristenpaar war am 22. Februar von einer aus Algerien stammenden islamistischen Gruppe namens “Al-Kaida im Islamischen Maghreb” (AQMI) in Tunesien entführt und nach Mali verschleppt worden. Das bisher letzte Ultimatum der Geiselnehmer, die unter anderem Lösegeld und die Freilassung ihrer Gesinnungsgenossen aus algerischen und tunesischen Gefängnissen fordern, lief im April ohne Konsequenzen ab.

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