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Saddam rechnet mit Todesstrafe

Der irakische Ex-Machthaber Saddam Hussein hofft seinem Anwalt zufolge selbst nach einer Verurteilung zum Tode auf weitere Verhandlungen mit den USA. 

Saddam muss sich seit Oktober wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht verantworten. Saddam rechne mit der Todesstrafe, zitierte die „New York Times“ (Sonntagausgabe) seinen Anwalt Khalil al-Dulaimi. Das Urteil werde jedoch nicht von dem Gericht in Bagdad, sondern von der US-Regierung festgesetzt.

Sein Mandant gehe davon aus, dass die USA das Urteil als Druckmittel nützen werden, damit er ihnen helfe, die Situation im Irak wieder unter Kontrolle zu bringen. „Sie werden noch an seine Tür klopfen“, sagte Al-Dulaimi der Zeitung. „Die USA werden das Urteil dazu verwenden, um Saddam dazu zu bringen, ihnen aus dem Schlamassel zu helfen.“ Nach Angaben von Al-Dulaimi glaubt Saddam, dass die USA ihn wieder als irakischen Präsident einsetzen könnten. Kurz vor Ende des Prozesses verbringe Saddam die Zeit in seiner Zelle mit dem Lesen des Korans und dem Schreiben von Gedichten.

Saddam und sieben Mitangeklagte stehen wegen eines Massakers an 148 Schiiten der Stadt Dudschail vor Gericht, in der 1982 ein Attentat auf den irakischen Präsidenten vereitelt wurde. Sollten die Angeklagten für schuldig befunden werden, droht ihnen die Todesstrafe durch den Strang.

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