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Saddam: Über 1000 Kurden ermordet

Im Völkermordprozess gegen den irakischen Ex-Machthaber Saddam Hussein hat ein Zeuge berichtet, wie im Jahr 1988 Hunderte von Kurden durch grauenhafte Haftbedingungen zu Tode gekommen seien.

Die von der Armee im Norden festgenommenen Kurden seien damals in ein Gefängnis im südirakischen Samawa gebracht worden, „wo es nicht genug Essen gab und das Trinkwasser verunreinigt war“. In den sieben Monaten, in denen er sich in der Haftanstalt aufgehalten habe, habe er erlebt, wie mehr als 1000 Menschen gestorben seien. 18 von ihnen habe er eigenhändig begraben, fügte der 77 Jahre alte Bauer aus der Region amjamal hinzu.

In dem zweiten Prozess gegen Saddam, der im August begonnen hatte, geht es um den „Anfal“-Feldzug gegen die Kurden im Nordirak in den Jahren 1987 und 1988. Saddam und seinem Cousin Ali Hassan al-Majid droht die Todesstrafe wegen Völkermordes. Außer ihnen sind noch vier weitere Funktionäre des alten Regimes angeklagt. Im ersten Prozess wegen der Hinrichtung von 148 Schiiten aus der Kleinstadt Dujail wird das Urteil im November erwartet.

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