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Russland: Mindestens 40 Tote bei Grubenunglück

Die Zahl der bei einer Methangas-Explosion in einem sibirischen Kohlebergwerk getöteten Bergleute ist am Sonntag nach offiziellen Angaben auf 40 gestiegen.

Sieben Bergleute wurden Behördenvertretern zufolge weiter unter Tage vermisst. Die Suche dauerte an.

16 Bergleute seien aus eigener Kraft nach dem Explosionsunglück aus dem Stollen gekrochen, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung. Acht weitere seien von Kameraden noch lebend geborgen worden, vier seien verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Helfer hatten die ganze Nacht hindurch nach den Vermissten gesucht und dabei zum Teil mit Schaufeln oder sogar mit ihren bloßen Händen gegraben: Wegen Explosionsgefahr habe man keine Maschinen einsetzen können, hieß es.

„Sie graben mit ihren bloßen Händen und versuchen, zu den Verschütteten durchzukommen.” Es sei nach dem Schlagwetter sehr viel Erdreich in den Stollen hinein gerutscht, sagte Ilgis Galeew, Chef des Rettungsdienstes. Auf die Frage, ob die Vermissten noch am Leben sein könnten, sagte er: „Es gibt immer eine Hoffnung.” Die Suche gehe deshalb auch weiter, „solange der Sauerstoff reicht”.

Rettungskräfte versuchten, die Vermissten über einen fünf Kilometer langen Umweg über einen nahe gelegenen Nebenschacht zu erreichen. Die verschütteten Bergleute wurden in einer Tiefe von 700 Metern vermutet.

Das Unglück hatte sich am frühen Samstagmorgen in einem Stollen der Taischina-Grube in der Stadt Osinniki ereignet, der erst seit vier Jahren in Betrieb ist. Die häufigen Grubenunglücke in russischen Bergwerken werden meist mit veralteten Anlagen und nachlässig gehandhabten Sicherheitsvorkehrungen erklärt.

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