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Rund 111.000 Straftäter in Tschechien begnadigt

Umstrittene Aktion von Ex-Präsident Vaclav Klaus
Umstrittene Aktion von Ex-Präsident Vaclav Klaus
Die vor einem Jahr vom damaligen Präsidenten Klaus verkündete Neujahrsamnestie in Tschechien hatte weit größere Dimensionen als bisher angenommen. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Bilanz des Justizministeriums betraf der Straferlass fast 111.000 Verurteilte. Laut Polizei stieg die Kriminalität auch deshalb in den ersten zehn Monaten 2013 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

“Der Anstieg geht zumindest teilweise auf die Amnestie zurück”, sagte Polizeipräsident Cervicek jüngst im tschechischen Fernsehen. “Gegen 38 Prozent der entlassenen Häftlinge laufen bereits wieder polizeiliche Ermittlungen”, ergänzte er.

81.133 Bewährungsstrafen aufgehoben

Rund 6.500 Gefangene wurden durch die Amnestie umgehend entlassen. Etwa 13.300 Verurteilte mussten ihre Haftstrafe nicht antreten. Zudem wurden 81.133 Bewährungsstrafen, 9.660 Verurteilungen zu gemeinnütziger Arbeit und 385 Hausarrest-Strafen aufgehoben. In 265 Fällen wurden darüber hinaus laufende Gerichtsverfahren eingestellt, weil sie länger als acht Jahre andauerten. (APA)

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