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Rumänien: Keine Entspannung

An der von Überschwemmungen heimgesuchten rumänischen Schwarzmeer-küste sind am Freitag Rettungsaktionen und die Suche nach Vermissten fortgesetzt worden. Der starke Regen dauere voraussichtlich bis Samstag an.

Durch eine drei Meter Flutwelle waren am Donnerstag in den Orten Costinesti und Tuzla fünf Menschen ums Leben gekommen, als Küstenseen über die Ufer traten und ins Meer überliefen, meldete die Nachrichtenagentur Mediafax.

Binnen weniger Stunden hatte es in der Region mehr als 100 Liter pro Quadratmeter geregnet. Zahlreiche Häuser wurden von den Fluten zerstört. 30 Kinder eines Kindergartens in Costinesti konnten im letzten Augenblick von Rettungsmannschaften geborgen werden.

Durch die seit Anfang der Woche in Rumänien anhaltenden Regenfälle wurden nach einer Bilanz des Innenministeriums von Freitag rund 300 Ortschaften im Süden und Südosten Rumäniens überflutet. Der Überland- und der Bahnverkehr sind zum Teil stark erschwert.

Im Nordosten der Hauptstadt Bukarest drohen Seen über die Ufer zu treten und angrenzende Gemeinden sowie Vororte zu überschwemmen. Bei Buftea brach in der Nacht auf Freitag ein Damm. Militär und Gendarmen richteten Schutzwälle aus Sandsäcken auf. Vorerst ist keinerlei Entspannung der Situation zu erwarten. In den kommenden Tagen werden Niederschlagsmengen von bis zu 80 Liter pro Quadratmeter erwartet.

Seit April kamen in Rumänien durch Unwetter und Überschwemmungen mindestens 75 Menschen ums Leben. Rund 5.100 Häuser wurden völlig zerstört, weitere 36.000 Gebäude in insgesamt 1.600 Ortschaften schwer beschädigt. Vor den Überschwemmungen in dieser Woche wurden die Sachschäden von den Behörden auf 1,57 Milliarden Euro geschätzt.

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