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Ruine Blumenegg - "Die Geschichte der Mauern muss lesbar bleiben"

Der Bautrupp mit Mag. Harald Rhomberg und  Alexandra Wucher
Der Bautrupp mit Mag. Harald Rhomberg und Alexandra Wucher ©ZER

Derzeit läuft für heuer die vorläufig letzte Erhaltungsmaßnahme der Ruine Blumenegg vor den Wintermonaten.

Thüringerberg. Otto Summer, ausgebildeter Spezialist für historische Bauten, hat mit seinem Team und der Zusammenarbeit mit der Beschäftigungswerkstätte ABO, die erste Bauetappe des Palas (Wohngebäude), den am meisten einsturzgefährdeten Trakt, in Angriff genommen und winterfest gemacht. Fugen wurden gestopft, jede Öffnung wurde erhalten, damit die Aussagekraft der Mauern lesbar bleibt.
Mag. Harald Rhomberg, Burgenobmann des Landesmuseumsvereins, hat sich vor Ort ein Bild über die prekäre Lage gemacht. “Ich möchte sagen, es ist viertel nach zwölf”, ist er besorgt über den steten Zerfall der Burg. Er betont, dass “Blumenegg ein bedeutsames mittelalterliches Ruinenbauwerk, (nach der Ruine Jagdberg), am umfangreichsten erhalten geblieben ist, und eine der wichtigsten Bezugspunkte des Walgaus darstellt”.
Urkundlich erwähnt wird die Burg 1265 als Residenz der Grafen von Werdenberg. Anschließend waren die Grafen Brandis, Sulz und Kloster Weingarten Besitzer der Burg, bevor sie zur Grafschaft Blumeneg und Teil des Großen Walsertals gehörte. 1405 brannte die Burg. Nach dem Wiederaufbau, brannte sie1650 nochmals und 1774 wurde sie erneut ein Raub der Flammen. Seither ist die Burg zur Ruine verkommen.
Die Burgfreunde Blumenegg mit Obmann Hans Bösch sind bestrebt, das Bauwerk so gut wie möglich zu erhalten, und Maßnahmen zu setzen, die für die Sicherung notwendig sind. Er bittet die Bevölkerung, Fotos leihweise zur Verfügung zu stellen, um erforderliche Rekonstruktionen zu ermöglichen. Mag. Rhomberg unterstreicht die bedeutsame, wissenschaftliche Substanz, die nach Erkenntnis der Bauforschung und Archäologie sehr beeindruckend und noch gut erhalten ist. Derselben Meinung ist Dr. Andreas Rudigier, Präsident des Landesmuseumsvereins, sowie DI Raimund Rhomberg der die Bauentwicklung bauanalytisch begleitet und dokumentiert. Mag. Georg Mack vom Denkmalamt überwacht die Sanierungsarbeiten und den Baufortschritt der Sicherungsmaßnahmen aus fachlicher Sicht.

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