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"Rubinho" feiert seinen 300. GP

(VN) Rubens Barrichello stellt in Spa eine neue Bestmarke an Formel-1-Rennen auf. Der Brasilianer wird beim Belgien-GP als erster Formel-1-Rennfahrer der Geschichte seinen 300. Grand Prix bestreiten.

Zählt man nur die Teilnahmen, bei denen “Rubinho” am endgültigen Start war, ist es zwar nach einer anderen Zählweise erst sein 298. Rennen, doch der aktuelle Williams-Pilot rechnet selbst auch Imola 1994 (nach einem Horrorunfall im Training nicht am Start) und Spa 1998 (Abbruch nach einer Massenkollision – beim Neustart nicht mehr dabei) als GP-Einsatz.

Die FIA hat bei der Statistikführung der Rennteilnahmen keine genauen Kriterien festgelegt. Sei es d‘rum: Spätestens in Monza oder Singapur würde der 38-Jährige endgültig den Weltrekord feiern. Das Formel-1-Urgestein hat eine imposante Karriere hinter sich und brachte oft Emotionen in die sterile GP-Welt. Barrichello ist ein Mann mit besten Manieren: Noch heute bedankt er sich hinterher bei den Fans, wenn diese von ihm ein Autogramm erbetteln.

Der Feinfühlige

Unvergessen bleibt die Hockenheim-Siegerehrung im Jahre 2000: Barrichello feierte vom 18. Startplatz weg mit seinem Ferrari einen grandiosen Sieg, stahl Lokalmatador Michael Schumacher die Show. Es war sein erster seiner bislang elf GP-Erfolge. Die Tränen auf dem Podest waren ein Gefühlsausbruch, wie man ihn in der kalten GP-Welt selten zuvor so intensiv gesehen hatte. Beinahe Kultstatus erlangte auch die Siegerehrung zwei Jahre später beim GP von Österreich.

Das schwierige Verhältnis zu seinem langjährigen Ferrari-Teamkollegen Schumacher erlebte auf dem A1-Ring in Spielberg seinen vorläufigen Höhepunkt. Damals verweigerte die Teamführung dem Brasilianer einen Sieg, indem sie ihn in der letzten Runde anwiesen, Schumacher vorbeizulassen. Rubens bremste knapp vor der Ziellinie ab, das Pfeifkonzert der Zuschauer galt Schumacher und Ferrari und dauerte zehn Minuten.

Nicht der “neue Senna”

Barrichello war gerade mal 20 Jahre alt, als er seinen ersten GP (Südafrika 1993 auf Jordan) bestritt. Im Jahr darauf verunglückte sein Idol und Landsmann Ayrton Senna in Imola tödlich. Rubens kämpfte, verbissen und verzweifelt, um die Senna-Nachfolge, bis er einsehen musste: Senna war einzigartig. Statt sich zu steigern, stagnierte die Karriere bei Jordan und auch der Wechsel 1997 zu Stewart war kein Schritt vorwärts.

Bei Ferrari (2000 bis Ende 2005) gelangen ihm neun Siege, im Vorjahr kamen noch zwei weitere Rennsiege bei Brawn-GP hinzu. In Budapest hat ihn heuer Schumacher bei einem haarsträubenden Manöver bei 310 km/h beinahe gegen die Boxenmauer abgedrängt. Aber Barrichello blieb am Gas, zeigte es seinem alten Rivalen, ließ sich von seinem ehemaligen “Capo” nicht vorführen.

Neuer Williams-Vertrag

Noch immer lodert in ihm das Feuer. Als Dank bekommt “Rubinho”, der nur 100 Meter vom Haupteingang der Interlagos-Rennstrecke geboren wurde, von Frank Williams einen neuen Vertrag für 2011 und der österreichische Williams-Teilhaber Toto Wolff weiß sowieso: “Rubens große Erfahrung und sein technisches Feedback sind unbezahlbar.” Barrichello scherzend: “Mein Ziel ist die 400er-Marke.”

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