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Ruanda: Mehrere Tote bei Gefecht

Wenige Tage nach den Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag des Völkermords sind bei Kämpfen zwischen der ruandesischen Armee und Hutu-Rebellen mehrere Menschen getötet worden.

Etwa 240 bewaffnete Hutus seien aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo auf das ruandesische Tutsi-Dorf Kabuhanga vorgerückt, teilte ein Armeesprecher am Samstag in Kigali mit.

Ruandesische Soldaten hätten die Rebellen unter Beschuss genommen und 16 von ihnen getötet. Armeeangehörige und Zivilisten seien dabei nicht zu Schaden gekommen. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet. Es war das erste größere Gefecht zwischen Hutu-Rebellen und der von Tutsis dominierten Armee seit 2001.

Im vergangenen November hatte sich der Führer der Hutu-Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo, Paul Rwarakabije, der ruandischen Armee gestellt. Viele seiner Kämpfer blieben aber in dem Nachbarland. Bei dem von radikalen Hutus organisierten Völkermord waren 1994 binnen hundert Tagen mindestens 800.000 Tutsis und gemäßigte Hutus getötet worden. Im Juli 1994 gewannen die Tutsi-Rebellen von der Ruandesischen Patriotischen Front die Kontrolle über das Land; ein Großteil der bis dahin herrschenden Hutu-Regierung und der Armee flohen daraufhin in den Kongo.

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