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RU: Steuerbehörde nimmt Ölkonzern ins Visier

Vor der russischen Präsidentenwahl haben die Behörden gegen einen zweiten großen Ölkonzern Steuernachforderungen in Milliardenhöhe erhoben.

Das Unternehmen Sibneft, Nummer fünf der russischen Ölindustrie, solle Steuern in Höhe von einer Milliarde Dollar (800 Millionen Euro) an den Staat nachzahlen, berichteten russische Tageszeitungen am Mittwoch. Präsident Wladimir Putin hat sich für eine stärkere Besteuerung der Rohstoffindustrie eingesetzt und in dieser Woche den früheren Chef der Steuerpolizei, Michail Fradkow, als Regierungschef vorgeschlagen.

Im Gegensatz zu dem seit Monaten von Ermittlungsverfahren überzogenen Konzern Yukos wurden Sibneft bisher enge Verbindungen in den Kreml nachgesagt. Kontrolliert wird das Unternehmen, dessen Fusion mit Yukos im heurigen Februar geplatzt ist, von dem Milliardär Roman Abramowitsch. Sibneft soll, so lautet der Vorwurf der Steuerbehörden, in den Jahren 2000 und 2001 seinen Gewinn nicht korrekt versteuert haben. „Wir sind für jenen Zeitraum schon mehrfach geprüft worden, niemals hat es Beanstandungen gegeben”, sagte ein Konzernsprecher in Moskau.

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