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Royal und Sarkozy Kopf an Kopf

Mit letzten großen Kundgebungen vor dem Urnengang am Sonntag haben die Präsidentschaftskandidaten in Frankreich das Ende des Wahlkampfes eingeläutet.

Umfragen sagten am Donnerstag weiter einen Einzug von Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy und der Sozialistin Segolene Royal in die Stichwahl am 6. Mai voraus. Der Liberale Francois Bayrou verlor dagegen laut dem Institut BVA deutlich an Zustimmung. Für Furore sorgte der nationalistische Kandidat Philippe de Villiers: Er warf den Meinungsforschern vor, die Umfragen zu Gunsten führender Kandidaten zu fälschen. Unsicherheit über den Wahlausgang schaffte auch die weiter hohe Zahl von Unentschlossenen.

Am Sonntag sind 44,5 Millionen Franzosen aufgerufen, einen Nachfolger für den nach zwölf Jahren abtretenden Präsidenten Jacques Chirac zu wählen. Kommt kein Kandidat über 50 Prozent, findet am 6. Mai eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten statt. Nach heutigem Stand wären das Sarkozy und Royal.

Sarkozy konnte sich kurz vor dem Ende des offiziellen Wahlkampfes am Freitag die Zustimmung von Altpräsident Valery Giscard d’Estaing sichern. Der liberale Ex-Staatschef (1974 bis 1981) kritisierte in der Zeitung „Parisien“ Bayrou, den Kandidaten der einst von ihm gegründeten Zentrumspartei UDF. Dieser bereite mit seinem Werben für eine parteiübergreifende Zusammenarbeit „machtlose Mehrheiten“ vor. „Alle Würdenträger der vergangenen Jahrzehnte“ hätten sich auf die Seite von Sarkozy geschlagen, „um ihr Monopol und ihre Privilegien zu verteidigen“, konterte Bayrou bei seinem letzten und größten Wahlkampfauftritt vor 17.000 Menschen im Sportpalast von Paris-Bercy. „Wir sind da, um ihre Monarchie durch unsere Demokratie zu ersetzen und das Lagerdenken durch das Gemeinwohl.“

Royal griff Sarkozy scharf wegen seines Werbens um Wähler der rechtsextremen Partei Front National (FN) von Jean-Marie Le Pen an. Mit Sarkozy drohe „das Risiko einer republikanischen Spaltung“, sagte sie im Sender RTL. Am Donnerstagabend wurde bei Royals letzter Großkundgebung in Toulouse auch der spanische Regierungschef José Luis Rodróguez Zapatero erwartet. Sarkozy wollte zeitgleich in Marseille auftreten.

Nach einer Umfrage des Instituts BVA würde Royal am Sonntag 25 Prozent erhalten, Sarkozy 29 Prozent. Beide legten einen Punkt zu. Bayrou verlor dagegen drei Punkte auf 15 Prozent. Le Pen kam auf 13 Prozent. 19 Prozent der 959 Befragten äußerten sich nicht. Zudem zeigten sich 28 Prozent ihrer bisher getroffenen Wahl noch nicht endgültig sicher. Aus der Stichwahl ginge Sarkozy mit 53 Prozent als Sieger hervor, Royal würde 47 Prozent bekommen.

Villiers als Chef der Bewegung für Frankreich (MPF) zeigte sich “überrascht“, dass er in Umfragen regelmäßig nur bei 0,5 bis zwei Prozent der Wahlabsichten lande. Er behauptete, die führenden Kandidaten hätten „Umfragen mit für sie günstiger Ausrichtung gekauft“. Villiers hatte bei der Präsidentschaftswahl 1995 gut 4,7 Prozent errungen; 2002 war der Rechtspopulist nicht angetreten.

Angreifbar sind die Institute geworden, weil ihnen die Einschätzung von Le Pen große Probleme bereitet. Der Rechtsextreme hatte es 2002 entgegen der Vorhersagen in die Stichwahl geschafft. Tatsächlich entsprechen seine Umfragewerte nicht den Angaben der Befragungsteilnehmer, weil seine Wähler sich traditionell ungern zu ihren Absichten äußern. Die Institute erhöhen deshalb seinen Wert deutlich, im Gegenzug werden anderen Kandidaten Punkte abgezogen. Wie genau die Umfragen dabei verzerrt werden, ist geheim.

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