Rotes Kreuz Vorarlberg testet Blutspenden auf West-Nil-Virus

Blutspender in der Schweiz werden vor Angst vom West-Nil-Virus abgewiesen.
Blutspender in der Schweiz werden vor Angst vom West-Nil-Virus abgewiesen. ©DPA, VOL.AT/Sturn
In der Schweiz werden Italienurlauber aus Angst vor dem West-Nil-Virus von der Blutspende ausgeschlossen. In Vorarlberg geht man einen anderen Weg.
West-Nil-Virus in Norditalien

In der Schweiz sorgt man sich bei den Blutspendediensten wegen dem West-Nil-Virus. Im Tessin wurden zuletzt laut “20 Minuten” 140 Menschen von den Blutspendezentren abgewiesen, da sie sich in den vergangenen Wochen in Nordostitalien aufgehalten hatten.

West-Nil-Virus rückt nach Norden vor

Denn das von Mücken übertragene Virus ist inzwischen auch in der Umgebung von Venedig und Verona nachgewiesen. Auch in Tschechien sollen die ersten Mücken über Zugvögel den Virus in sich aufgenommen haben. Bislang war das Virus während den Sommermonaten nur im südeuropäischen Raum wie Griechenland ein Risiko.

Rotes Kreuz
Michael Hamel Foto: Rotes Kreuz

Schweiz: Vier Woche Sperre für Urlauber

In der Schweiz wurden nun Personen, die sich länger als 24 Stunden in den Risikogebieten des West-Nil-Virus aufgehalten haben, für vier Wochen vom Blutspenden ausgeschlossen. In Vorarlberg sieht man von dieser Notwendigkeit noch ab. “Wir testen alle Blutspenden auf den West-Nil-Virus”, erklärt Michael Hamel vom Blutspendedienst Vorarlberg. Dies habe man vor drei oder vier Jahren begonnen und werde in den Sommermonaten konsequent durchgezogen.

Vorarlberger Rotes Kreuz testet Blut auf Virus

Daher sei es nicht notwendig, Italienurlauber in Vorarlberg von der Blutspende auszuschließen. In den meisten anderen Bundesländer habe man in den vergangenen Jahren ebenfalls mit solchen Tests begonnen, in der Schweiz noch nicht. Bislang hätten sich die Test als reine Sicherheitsmaßnahme erwiesen, ein positives Ergebnis auf den West-Nil-Virus ist Hamel nicht bekannt.

West-Nil-Virus

Der ursprüngliche Wirt des West-Nil-Virus sind Vögel und kann über Mücken auch auf den Menschen übertragen werden. Das Krankheitsbild erinnert an eine Grippe, kann aber in seltenen Fällen auch zu Hirnhautentzündungen, Lähmungen oder sogar zum Tod führen. Krankheitsfälle sind in Österreich meldepflichtig. Mehr Informationen auf der Seite des Gesundheitsministeriums.

 

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