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Rote Teufel beenden Heimfluch gegen Bregenz

Golub Doknic zeigte wieder einige tolle Paraden
Golub Doknic zeigte wieder einige tolle Paraden ©VOL.AT/Steurer
Nach 1555 Tagen hat es für den Alpla HC Hard endlich wieder zu einem Heimsieg gegen den Erzrivalen aus Bregenz gereicht. Schlussendlich leuchtete ein 32:26-Erfolg von der Anzeigetafel.

Gewaltige Kulisse im vierten Saisonderby! 2500 begeisterte Fans verpassten dem hochbrisanten Duell einen würdigen Anstrich. Das Niveau auf dem Feld passte sich jenem auf der Tribüne zunächst nicht an – nach einer spielerisch enttäuschenden ersten Halbzeit stieg die Qualität im zweiten Abschnitt jedoch deutlich. Die Hausherren verzeichneten einen miserablen Start, denn Mayer und Podvrsic im Gegenstoß brachten den Tabellenletzten in Front (2. Minute/2:0). Hards Angreifer agierten nervös, Bregenz-Goalie Aleksic begann fulminant (vier Paraden in den ersten fünf Minuten, davon ein Siebenmeter). Nach knapp vier Minuten wurde es seinem Gegenpart im Hard-Gehäuse Doknic zu bunt – er fing einen weiteren Konter-Pass ab, sprintete in Spielmachermanier vors Tor, bediente Friede am Kreis: 1:2. Von da an brillierte Doknic mit etlichen Glanzabwehren sowie genialen Konter-Pässen und hielt seine im Angriff schwächelnden Mitspieler im Spiel. Der erste Ausgleich zum 4:4 (9.) gelang Knauth per Strafwurf, mehr war vorerst nicht möglich.

Harder Deckung zu passiv

Denn die Gäste, die den Sieg im Kampf um ein Halbfinal-Ticket unbedingt brauchten, kämpften verbissen und nutzten die Lücken im Harder Deckungsverband schamlos aus. Interims-Coach Roland Frühstück setzte in der Spielführung mehrheitlich auf Sohn Lukas – er löste die Aufgabe solide, Watzl erhielt nur kurze Einsatzzeiten. Auf der Gegenseite zog Friede gekonnt die Fäden, er wurde immer wieder vom nach wie vor angeschlagenen Krsmancic vertreten. Die erste Führung der „Roten Teufel“ konnten deren Fans erst nach 21 Minuten (10:9) bejubeln. Doch sie hielt nicht lange, denn Bregenz-Abgänger Arnaudovski stellte wenige Sekunden vor dem Pfiff die 13:12-Pausenführung für den Rekordmeister her. Nach Wiederbeginn durch die (und das ist gut so) unauffälligen Schiedsrichter Reisinger/Kaschütz kam Struktur in das Spiel der Harder. Nun wurden die Angriffe ausgespielt und in der Abwehr beweglicher und konsequenter zugelangt.

Frühstück ohne Optionen

Der Vorsprung wuchs sukzessive (40./21:16), die Partie kippte zugunsten des Favoriten. Die Bregenzer Deckung zollte der harten Arbeit Tribut, Coach Frühstück fehlten die Wechselmöglichkeiten. So kam, was zu erwarten war: Hard diktierte das Geschehen und bejubelte unter tosendem Applaus mit 32:26 den vierten Saisonsieg über den „großen Bruder“. Friede & Co. verteidigten damit die Tabellenführung und sicherten sich vier Runden vor Ende des Meister-Play-offs in der Handball-Liga Austria das Halbfinal-Ticket. Für Bregenz bleibt es eng.

6. Runde – HLA-Meister-Play-Off

Alpla HC Hard – Bregenz Handball 32:26 (12:13)
Beste Werfer: Friede 7 bzw. Mayer 8 

HIT medalp Tirol  -Moser Medical UHK Krems 24:25 (16:15)
Beste Werfer: Rackauskas 10 bzw. Schopf 13 

Fivers WAT Margareten – HC Linz AG 33:26 (19:11)
Beste Werfer: Ziura 7 bzw. Stachelberger 5
Spielbeginn 19:30    

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