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Rot-Kreuz-Boot mit Hilfe für Opfer in Burma gesunken

Bei seinen Bemühungen um Hilfslieferungen für die Wirbelsturmopfer in Burma hat das Rote Kreuz durch ein Schiffsunglück einen schweren Rückschlag erlitten. Das erste Rote-Kreuz-Boot mit Gütern für mehr als 1.000 Menschen sank am Sonntag kurz bevor es sein Ziel im schwer verwüsteten Irrawaddy-Delta erreichte.

Das doppelstöckige Frachtboot habe offenbar einen unter Wasser liegenden Baumstamm gerammt, sagte ein Sprecher der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in Bangkok. Die Mannschaft und die vier burmesischen Rotkreuz-Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen, doch das Schiff sei untergegangen.

Der Frachtkahn war von Rangun aus zu der zwölfstündigen Fahrt in die durch den Sturm zerstörte Ortschaft Bogalay aufgebrochen, wo sich das Schiffsunglück ereignete. An Bord waren unter anderem Reis, Trinkwasser, Tabletten zur Wasseraufbereitung, Benzinkanister, Tragen, Kleidung, Gummihandschuhe und Seife. “Das ist ein großer Verlust für das Rote Kreuz Burmas und für die Menschen, die so dringend Hilfe brauchen”, sagte Aung Kyaw Htut vom burmesischen Roten Kreuz.

Unterdessen hob Burmas Regierung die offizielle Zahl der Wirbelsturm-Toten auf mehr als 28.000 an. Internationale Beobachter gehen aber davon aus, dass mindestens 100.000 Menschen ums Leben kamen. Der Zyklon Nargis war am 2. Mai mit Windgeschwindigkeiten von 190 Kilometern pro Stunde über das verarmte und seit Jahren abgeschottete Land hinweggefegt.

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