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Ronaldo muss bleiben

Der Transfer-Coup des Jahres ist geplatzt. Der brasilianische Fußballstar Ronaldo wechselt nun doch nicht zum Champions-League-Sieger Real Madrid, sondern bleibt bei Inter Mailand.

Der Manager des 25-jährigen Torjägers, Alexandre Martins, teilte am Mittwoch mit: “Ronaldo ist ein Spieler von Inter, und er wird seinen Vertrag in den kommenden vier Jahren bis auf den letzten Tag erfüllen.” Damit zog der Torschützenkönig der Weltmeisterschaft in seiner Kraftprobe mit Inter-Chef Massimo Moratti den Kürzeren. Der Ausnahme-Fußballer hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass er künftig für Real spielen wollte, und war mit den “Königlichen” angeblich schon handelseinig geworden. “Ich sehe meine Zukunft fern von Inter”, hatte Ronaldo noch in der Nacht auf seiner Internetseite verkündet.

Aber er hatte nicht mit der Entschlossenheit des Inter-Chefs gerechnet. Moratti versetzte kurzerhand den aus Brasilien zurückkehrenden Star. Er fuhr in den Urlaub und ließ Ronaldo ausrichten, dass Inter ihn notfalls bis zum Vertragsende 2006 als Edelreservist auf der Tribüne schmoren lassen werde. Da machte der Brasilianer einen Rückzieher und nahm am Mittwoch brav das Training bei Inter wieder auf.

Dabei hatten die Fans in Spanien und Italien den Transfer längst als perfekt betrachtet. Die Inter-Anhänger beschimpften Ronaldo als “Verräter”. In Madrid freute sich das Sportblatt “Marca” voreilig: “Die Welt des Fußballs zittert vor einer Real-Elf mit Ronaldo.”

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