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Rom lehnt Register für Lebenspartnerschaften ab

Der Stadtrat von Rom hat den Vorschlag abgelehnt, die standesamtliche Eintragung nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften im Rahmen des kommunalen Rechts einzuführen, wie es Grüne und kommunistische Parteien gefordert hatten.

Der Stadtrat unter der Leitung von Bürgermeister Walter Veltroni erklärte, man könne diesen Schritt nicht unternehmen, da im Parlament ein Gesetz zur Legalisierung der Lebenspartnerschaften nicht verabschiedet worden sei.

Der Beschluss wurde vom Vatikan begrüßt. Die Kirche hatte sich heftig gegen die Einführung eines Registers für die Lebenspartnerschaften in der „Ewigen Stadt“ gestemmt, da dies ein Schritt unter Unterminierung der traditionellen auf der Ehe basierenden Familie hätte sein können. Die Linksparteien protestierten heftig.

Da ein von Familienministerin Rosy Bindi verfasstes Gesetz zur Legalisierung der Lebensgemeinschaften in den letzten Monaten wegen des Boykotts christdemokratischer Parteien im Parlament blockiert worden ist, haben sich viele Kommunen in Italien dazu entschieden, Register für Lebenspartner einzurichten, wo Erklärungen wie zum Beispiel die Regelung der Nachfolge in Mietverträgen abgegeben werden können. Die Stadt Padua hatte im Februar als erste italienische Stadt die standesamtliche Eintragung nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften im Rahmen des kommunalen Rechts eingeführt. Zum ersten Mal in Italien erhielten schwule und heterosexuelle Paare die Bescheinigung ihrer nicht-ehelichen Lebenspartnerschaft.

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