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Rom: Jeder zehnte Drogenkonsument ist minderjährig

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In Rom wächst die Sorge wegen des sinkenden Alters der Suchtgiftabhängigen. Jeder zehnte Drogenkonsument in der italienischen Hauptstadt ist minderjährig, geht aus einem Bericht der römischen Polizei hervor.

Der erste Joint wird oft schon sehr früh geraucht. „Viele Jugendliche berichten, dass sie mit zehn Jahren mit Joints begonnen und dann andere Arten von Drogen genommen haben“, sagte ein Experte nach Abgaben der in Rom erscheinenden Tageszeitung „Il Messaggero“ am Montag.

Jährlich werden 320 Minderjährige wegen Drogenkonsums angezeigt. 90 Prozent der Personen, die von der Polizei mit Suchtgift erwischt werden, sind Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren. „Immer häufiger kommt der gleichzeitige Konsum verschiedener Substanzen vor: Kokain und Heroin und Haschisch. Drogen sind oft mit starkem Alkoholkonsum verbunden“, betonte Polizeichef Vittorio Tomasone.

Drogenkonsum hat in Rom vor allem wegen sinkender Preise zugenommen. Oft werden zu anderen Substanzen noch Ecstasy-Tabletten eingenommen. Die Gefahren für die Gesundheit seien groß, warnen die Experten.

Vor allem der starke Suchtgiftkonsum von Jugendlichen sorgt für Debatten. Innenminister Giuliano Amato hatte vor wenigen Monaten mit dem Vorschlag, Anti-Drogen-Kontrollen an den Ausgängen von Schulen und Diskotheken durchzuführen, für Aufregung gesorgt. „Wir müssen in Italien mit einer groß angelegten Kampagne gegen Suchftgift beginnen, die nicht nur die Dealer, sondern auch die Konsumenten hart treffen soll“, sagte Amato. Er warnte Eltern, dass viele Jugendliche beim Ausgehen Kokain konsumieren würden, um ein spannendes Wochenende zu erleben.

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