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Rollenspiel-Hit im Weltall: „The Outer Worlds“ im Test

Wenn die Kopie besser ist als das Original: „The Outer Worlds“ zeigt „Fallout“ mit Action, Humor und Tiefgang, wie Rollenspiele Spaß machen

(PC, PS4 & XB1 | 2020 auch für Switch) Fans von gediegenen Sci-Fi-Rollenspielen dürfen sich freuen: Nach dem komplett verunglückten „Fallout 76“ füllt nun „The Outer Worlds“ die hinterlassene Lücke. Das sieht nicht nur aus wie ein waschechter „Fallout“-Titel (ähnlicher Style, aber bunt wie „No Man's Sky“), sondern spielt sich auch so. Wen wundert es? Das verantwortliche Studio Obsidian Entertainment hat bereits „Fallout New Vegas“ produziert und auch andere Genre-Klassiker wie „Star Wars: KOTOR 2“ rausgebracht.

Bei „The Outer Worlds“ spielt das Team von Obsidian neuerlich seine Stärken aus. Das beginnt bei der umfassenden und etwas anderen Story in einer alternativen Zukunft, wo Großkonzerne die Macht haben: Wir spielen einen von zigtausenden Arbeitern in einem Transportschiff auf dem Weg zum zukünftigen Heimatplaneten. Leider hat der Arbeitgeber beschlossen, uns unfreiwillig jahrzehntelang im Cryo-Schlaf zu halten, weil wir überraschend doch nicht benötigt werden. Als uns ein skurriler Wissenschaftler aus dem Zwangsschlummern weckt, startet unsere Mission, unsere Kameraden zu befreien und hinter die Konzern-Kulissen zu blicken.

Die/den Held/in darf man sich – wie erwartet – komplett selbst basteln. Neben den vielen Optionen für den Look gibt es auch ein solides Charakterwerte-System mit zahlreichen Skills, die man mit im Verlauf bzw. Kampf gewonnenen Erfahrungspunkten erweitern kann. Diese Fähigkeiten wirken sich immer wieder spannend auf das Gameplay und unsere Möglichkeiten aus.

Investiert man z.B. Punkte ins Verhandlungsgeschick, entstehen bei den vielfältigen Multiple-Choice Dialogen neue Auswahl-Alternativen. Ein geschickter Lügner plaudert sich locker aus jedem Konflikt heraus. Wer andererseits auf das technische Wissen seiner Figur setzt, bekommt u.a. irgendwann die Möglichkeit, seine Gegner mit einer Schrumpfkanone zu minimalisieren.

Leider machen nicht alle Charakter-Ausbauten Sinn. Beispiel gefällig? Als Schütze kommt uns eine besondere Mechanik des Games zugute: Eine Art kurzzeitiger Slow-Motion-Effekt, wo wir uns Zeit zum Zielen lassen können. Das macht den Fernkampf so stark und wichtig, dass sich der Ausbau der Nahkampf-Skills kaum mehr lohnt.

Die Fights bringen trotzdem jede Menge Spaß und sind auf den höheren Schwierigkeitsgraden durchaus fordernd. Neue Waffen und Items gibt es zuhauf. Eine große Hilfe sind die Begleiter, die man im Laufe der Story aufgabelt. Diese kämpfen kompetent mit, dürfen ihrerseits ausgestattet werden und bringen sich noch dazu in Gespräche ein bzw. führen sogar eine Art Eigenleben. Ab und an hört man sie aus dem Nähkäschen bzw. mit andernen Figuren aus der Spielwelt plaudern.

Die Dialoge, aber auch die Hauptfiguren sind sehr gut und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Hier punktet das Game vor allem auch durch eine gute Portion (schwarzen) Humor. Leider gibt's die Sprachausgabe nur auf Englisch – dafür mit tadellos übersetzten deutschen Untertiteln.

Fazit: „The Outer Worlds“ ist das Singleplayer-Rollenspiel, das wir uns von „Fallout 76“ erhofft hätten. Es bringt uns zum Grübeln und zum Lachen, liefert uns oft mehrere Wege, Aufgaben zu lösen, und lässt uns Entscheidungen treffen, die Konsequenzen haben. Zeitweise merkt man dem Game jedoch das kleine Budget an, beispielsweise sind die Gebiete etwas leer oder unsere Spielfigur hat keine eigene Stimme. Trotzdem: Die Spielwelt ist ein Retro-Sci-Fi-Traum und dank mehrerer separater, abwechslungsreicher Planeten gut dosiert (statt der erschlagenden Open World). „The Outer Worlds“ kann Fans des Genres, aber auch so manchem Einsteiger mit gutem Gewissen empfohlen werden und hat hohen Wiederspielwert!

(red.)

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