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Rodeldamen in Lauerposition

Österreichs Rodlerinnen haben nach zwei von vier Läufen eine Außenseiterchance auf eine Medaille. Sonja Manzenreiter liegt 13 Hundertstel hinter einem Medaillenrang. Veronika Halder hat 185 Tausendstel Rückstand auf die Drittplatzierte.

Die deutschen Kunstbahn-Rodlerinnen sind am Montag in den ersten zwei Läufen des Olympia-Bewerbs in Cesana Pariol ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und nehmen die ersten drei Plätze ein. Sylke Otto hält nach Bahnrekord im zweiten Lauf Kurs auf ihr zweites Gold nach Salt Lake City 2002, sie führte mit 0,268 Sekunden Vorsprung auf Silke Kaushaar, die Olympiasiegerin von 1998. Tatjana Hüfner (+0,517) war mit schon beträchtlichem Rückstand Dritte. Sonja Manzenreiter belegte bei ihren dritten Winterspielen vorerst Rang fünf (+0,647), nur 13 Hundertstel hinter Bronze.

Hüfner leistete sich im zweiten Lauf einen schweren Fehler am Start und lag nach sechstbester Zeit nur vier Tausendstel vor der viertplatzierten Courtney Zablocki (USA). Dieses knappe Duell um Bronze in den restlichen zwei Läufen am Dienstag (16:00 Uhr) bedeutete auch eine Chance für Manzenreiter, die von Fehlern der zwei Rivalinnen profitieren würde.

“Der erste Lauf war in Ordnung, leider hatte ich im zweiten Probleme und berührte die Bande”, meinte Manzenreiter, die darum auch nicht völlig zufrieden war. “Aber auf dieser schwierigen Bahn wird niemand zwei perfekte Läufe runterbringen.” Sie will am Dienstag erneut angreifen. Olympia-Debütantin Veronika Halder rangierte nach viertbester Zeit im zweiten Lauf an sechster Stelle (+0,702) und verblüffte mit ihrem Rekordtempo von 128,9 km/h, dem schnellsten des Feldes. Da kam nicht einmal Sylke Otto heran (127,6), die im zweiten Lauf in 46,820 Sekunden Bahnrekord fuhr. Nina Reithmayer nahm den elften Rang ein (+1,156).

Die selektive Hochgeschwindigkeitsbahn forderte auch ihre Opfer. Die Italienerin Anastasia Oberstolz-Antonowa beging schon im ersten Lauf oben einen schweren Fehler und stürzte wenige Kurven vor dem Ziel. Der gebürtigen Russin war auf ihrer Heimbahn eine Medaillenchance eingeräumt worden. Samantha Retrosi aus den USA prallte nach einem Fahrfehler mit dem Kopf gegen die obere Bahnbegrenzung und blieb bewusstlos auf dem Eis liegen. Sie wurde aus der Bahn getragen und später am Krankenstand bei der Bahn wieder bei Bewusstsein erstversorgt. Laut ersten Meldungen erlitt Retrosi keine gröberen Blessuren.

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