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Rocca als einziger Konkurrent

Österreichs Slalom-Herren greifen am Sonntag in Kranjska Gora nach der kleinen Kristallkugel. Vor den letzten beiden Saisonläufen in Slowenien und Lenzerheide liegen im Torlauf-Spezialweltcup gleich drei ÖSV-Läufer voran.

Für Benjamin Raich (führt mit 442 Punkten), Manfred Pranger (378) und Titelverteidiger Rainer Schönfelder (298) gibt es mit Giorgio Rocca (290) nur mehr einen Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg.  Weltmeister Raich und sein „Vize” Schönfelder haben den Italiener schon bei der WM in Bormio in die Schranken gewiesen, nun hofft Coach Gert Ehn auf eine Wiederholung: „Im Slalom-Weltcup schaut es gut aus.” Neben Benni Raich, der mit Bode Miller auch noch um den Gesamtweltcup fightet, und Rainer Schönfelder setzt der ÖSV-Technik-Trainer auf das stärkste Slalom-Team der Welt. Hinter Pranger und Co. zeigte sich unter der Woche erneut, dass auch der zweite Anzug passt. Beim FIS-RTL in Abtenau standen mit Patrick Bechter, Stephan Görgl und Christian Flaschberger nur Österreicher auf dem Podest. Lohn für Bechter: Ein Slalom-Platz in Slowenien statt Michael Walchhofer.

Das Duell Benjamin Raich gegen Bode Miller beginnt schon am Samstag mit dem Riesentorlauf (9.45/12.30 Uhr) auf dem ohnehin schon sehr selektiven Hang in Kranjska Gora, der nach einer Verlängerung um 150 Meter oder rund zehn Fahrsekunden zudem so lange ist wie noch nie und nun über einen steilen Starthang verfügt. Für die ÖSV-Herren geht es insgesamt um viel, sind sie in dieser Disziplin bis auf dem WM-Triumph von Hermann Maier ja in dieser Saison noch sieglos. „Wenn die Burschen ihre Leistung bringen, sind sie aber jederzeit für einen Sieg gut”, gab sich WC-4-Chef Andreas Evers mit Rückblick auf die Bormio-WM, wo es mit Maier vor Raich einen ÖSV-Doppelsieg gegeben hatte, zuversichtlich.

Über eineinhalb Monate liegt der letzte Herren-Riesentorlauf in Adelboden bereits zurück, im siebenten und vorletzten Saisonrennen kann der 38 Punkte vor Tom Grandi liegende Miller die kleine Kristallkugel bereits am Samstag fixieren. Österreichs schärfste Waffen sind Maier und Raich. Raichs Trümpfe sind seine Konstanz. Während der im Gesamt-Weltcup 191 Punkte hinter Miller liegende Tiroler seit rund einem Jahr nicht mehr ausgefallen ist, hat Miller nach seinem Sensationsstart arg geschwächelt. Doch der Hang liegt Miller, im Vorjahr gewann er in Kranjska Gora den Riesentorlauf.

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