RLB Vorarlberg mit geringerem Nettogewinn im Halbjahr

orstandsvorsitzende der Raiffeisenlandesbank, Wilfried Hopfner
orstandsvorsitzende der Raiffeisenlandesbank, Wilfried Hopfner ©Stiplovsek
Bregenz - Die Raiffeisenlandesbank (RLB) Vorarlberg hat für das erste Halbjahr 2014 einen Rückgang des Nettogewinns von 10,3 (1. Halbjahr 2013) auf 6,3 Mio. Euro vermeldet.

Ebenfalls gesunken ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf 10,7 Mio. Euro (2013: 13,9 Mio. Euro). Grund dafür seien Beteiligungserträge, die erst im zweiten Halbjahr ins Ergebnis fließen.

Im Halbjahr 2013 habe man die Hälfte der Dividende der Raiffeisenzentralbank (RZB) bereits im ersten Halbjahr angesetzt, in diesem Jahr werde das aus buchhalterischen Gründen erst zum Jahresende erfolgen, sagte Vorstandsvorsitzender Wilfried Hopfner gegenüber der APA. Die Bankenabgabe falle zudem in der Ganzjahresbetrachtung um 2,5 Mio. Euro (insgesamt 5,7 Mio. Euro) höher aus als bisher. Das Betriebsergebnis sank von 10,3 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro.

Verhaltene Kreditnachfrage

Das kundenseitige Ausleihvolumen nahm in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Jahresende 2013 um vier Prozent oder 42,4 Mio. Euro auf 1,2 Mrd. Euro zu. Dennoch konnte laut RLB die Bilanzsumme mit 6,7 Mrd. Euro in etwa auf den Niveau vom 31. Dezember 2013 gehalten werden. Dadurch werde unterstrichen, dass “trotz nachhaltig verhaltener Kreditnachfrage den Markterfordernissen gut Rechnung getragen werden konnte”, hieß es.

Die Forderungen an Kreditinstitute seien im Berichtszeitraum vor allem aufgrund des weiterhin rückläufigen Schweizer-Franken-Refinanzierungsbedarfs um 18,9 Mio. Euro auf 2,6 Mrd. Euro gesunken. Verbessert haben sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr die Nettozinserträge von 10,1 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro. Dies sei vor allem einer Margenverbesserung im Interbankengeschäft geschuldet, hieß es seitens der RLB Vorarlberg.

Zinsniveau bleigt niedrig

Am niedrigen Zinsniveau werde sich im Verlauf des Jahres 2014 nichts ändern, zeigte sich der Vorstand der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg überzeugt. Daraus resultierten für die Bank ein steigender Margendruck sowie “die Herausforderungen, den Aufwand im Zusammenhang mit den enormen regulatorischen Auflagen und auch mit Großprojekten, wie das bundesweite EDV-Projekt ‘Eine IT’ ergebnismäßig abzufedern”. Trotzdem rechne die Landesbank damit, mit Ende 2014 sowohl das EGT als auch das Betriebsergebnis des Vorjahres erreichen zu können

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