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Ringen um Arafat-Nachfolge

Im Ringen um die Nachfolge des verstorbenen Palästinenser-Präsidenten Arafat steuert die von diesem über Jahrzehnte geprägte Fatah-Bewegung auf einen Richtungsstreit zu.

Der in Israel inhaftierte Palästinenser-Anführer Barghuthi will offenbar bei den Wahlen im Jänner aus dem Gefängnis heraus für das Amt des Palästinenser-Präsidenten kandidieren.

Der Revolutionsrat der Fatah-Bewegung bestätigte in Ramallah indes Ex -Ministerpräsident Abbas als ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl am 9. Jänner. Ratsmitglied Ahmed Ghen sagte, die Tür für Barghuthi als Fatah-Kandidat sei zu. Abbas hatte nach dem Tod Arafats die Führung der PLO übernommen, zu der auch die Fatah-Bewegung gehört. Eine Kandidatur Barghuthis wäre eine schwere Herausforderung für den als gemäßigt geltenden Abbas.

Im Gegensatz zu dem 69-Jährigen verfügt der als charismatisch geltende Barghuthi in der Bevölkerung über starken Rückhalt. Der 45-Jährige Barghuthi, der wegen Beteiligung an Anschlägen eine fünf Mal lebenslange Haftstrafe absitzt, habe sich entschieden, bei der Wahl anzutreten, sagte ein Sprecher der palästinensischen Fatah- Bewegung. Eine offizielle Erklärung dazu sei binnen 24 Stunden geplant. Politische Experten räumen Barghuthi gute Chancen ein, die Wahl für sich zu entscheiden. Sowohl die breite Bevölkerung, als auch radikal- islamische Palästinenser, die das von Abbas geforderte Ende der Gewalt ablehnen, würden Barghuthi nach ihrer Einschätzung unterstützen.

Allerdings käme Israel bei einer Kandidatur Barghuthis international unter erheblichen Druck, den Verfechter der Koexistenz mit dem jüdischen Staat freizulassen. Israels Ministerpräsident Sharon hatte jüngst Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge Barghuthi für eine Kandidatur frei kommen könnte.

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